50 Jahre Verband der Sportvereine Südtirols

Wir sagen DANKE

Der Verband der Sportvereine Südtirols feiert heute sein 50-jähriges Bestehen. Dieser Meilenstein wurde vor allem durch die zahlreichen Mitgliedsvereine ermöglicht. Bei der Gründung des Verbandes waren 91 Vereine mit von der Partie, das waren rund 67% der damals bestehenden Vereine. Heute ist der VSS mit 500 Mitgliedsvereinen die mitgliederstärkste Interessenvertretung des Landes. Diese Erfolgsgeschichte ist vor allem durch die tatkräftige und meist ehrenamtliche Arbeit seiner Mitglieder zu verdanken. Alle Präsidenten, Vereinsfunktionäre, Trainer, Betreuer, Eltern und Athleten haben wesentlich zum Erfolg des VSS beigetragen. Der Verband der Sportvereine Südtirols weiß die wertvolle Arbeit, welche die Amateursportvereine für die Gesellschaft leisten, sehr zu schätzen und möchte deshalb einen aufrichtigen Dank an seine Mitgliedsvereine und Mitglieder ausrichten. „Die Vereine sind eine treibende Kraft unserer Gesellschaft. Sie leisten eine wertvolle Arbeit und ohne sie wäre vieles nicht möglich. Ich richte deshalb ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Mitgliedsvereine des VSS“, verkündet VSS-Obmann Günther Andergassen.

 

Die Gesprächsrunde der VSS-Obmänner

Der Obmann der größten Interessenvertretung unseres Landes zu sein ist gewiss keine einfache Aufgabe. Die zwei ehemaligen Obmänner Walter Plunger (Amtszeit 1987-1995) und Walter Ausserhofer (Amtszeit 1995-1999) und der amtierende Obmann Günther Andergassen haben sich anlässlich des 50. Geburtstages zu einem Gespräch getroffen um Erfahrungen auszutauschen und das Vergangene, sowie das Aktuelle zu besprechen. Der VSS war dabei und hat das Gespräch unter alten Freunden aufgezeichnet.
 

  • VSS: Es sind bereits 50 Jahre seit der Gründung des VSS vergangen. Was bedeutet für Euch dieses Jubiläum?
    Walter Ausserhofer: Es zeigt uns wie alt wir eigentlich geworden sind, dass bereits 50 Jahre vergangen sind, ist wirklich unglaublich. Ich war seit der Gründung immer direkt oder indirekt mit dem VSS in Kontakt, deshalb werde ich mir umso mehr bewusst wie die Zeit vergangen ist.
    Günther Andergassen: Ja, das mag stimmen. Für mich ist das Jubiläum ein kalendarischer Anlass, sich seiner Identität als Sportorganisation neu zu vergewissern. Dazu braucht es den Blick zurück, einen Blick auf das Heute und vor allem den Blick nach vorne.
     
  • VSS: Der VSS hat in den letzten Jahrzenten maßgeblich zur heutigen Sportgemeinschaft beigetragen. Was waren einige Kernpunkte in Eurer Amtszeit?
    Ausserhofer: Also es muss schon angebracht werden, dass Walter Plunger für die Gründung und Aufbau des heutigen Referats Fußball verantwortlich ist. Er hat dabei großartige Pionierarbeit geleistet. Zudem war er bei den ersten Gesprächen zur Gründung des Hauses des Sports einer der Hauptakteure.
    Walter Plunger: Dass wir hier heute in diesem Büro sitzen können ist Herrn Ausserhofer zu verdanken. In seiner Amtszeit wurden die Büroräumlichkeiten der VSS-Geschäftsstelle angekauft und umgebaut. Er hat auch stark dazu beigetragen, dass der VSS seine beratende Funktion ausgebaut hat und die Mitgliedsvereine über Änderungen in den steuerlichen Bestimmungen ausreichend informiert werden. Eine meiner Leistungen war sicherlich auch, dass ich Walter Ausserhofer als meinen Nachfolger ernannt habe.
    Ausserhofer: Wir sind schon früher immer bestens miteinander ausgekommen. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit mit einem sehr netten Vorstand. Günther Andergassen hat wichtige Arbeit mit den Schulen geleistet. Er war an der Gründung der Sportoberschule Mals maßgeblich beteiligt und hat wahre Pionierarbeit geleistet.
    Andergassen: Auf das Kooperationsprojekt „Schule und Sportverein – Partner in Bewegung“ mit den Grundschulsprengeln Laas und Lana und den dortigen Sportvereinen bin ich besonders stolz; es hatte Modellcharakter. In der Folge gelang es dem VSS, dass die sportliche Tätigkeit im Verein im Wahlpflichtfach anerkannt werden konnte.
     
  • VSS: Vor 50 Jahren sah der Sport in Südtirol gewiss anders aus wie heutzutage. Wie seht ihr die aktuelle Lage im Vergleich zu früher?
    Ausserhofer: Südtirol ist in der Nachkriegszeit durch die Vereine wiederaufgebaut worden. Vor 50 Jahren war die ehrenamtliche und selbstlose Arbeit ganz wichtig. Fast jede Gemeinde hatte Vereine, welche für die Gemeinschaft gearbeitet haben und das Dorfbewusstsein war ganz groß.
    Andergassen: Wer vor 50 Jahren aktiven Sport betrieben hat, wurde nicht selten als „Spinner“ abgetan. Ich habe damals meine Trainingsrunden rund um den Kalterer See absolviert. Nach der Sonntagsmesse empfahl man meinem Vater, er möge seinen Sohn ordentlich Arbeit geben, dann würde er wohl ausreichend müde sein und aufhören, zu laufen. Sport genießt heute im Wissen um seinen Beitrag zur Lebensqualität der Menschen einen viel höheren gesellschaftlichen Stellenwert.
    Plunger: Heute spielt der Sport in Südtirol eine sehr große Rolle. Wenn man nur die erfolgreichen Südtiroler Sportler, wie Jannik Sinner, Dorothea Wierer oder Dominik Paris, der heutigen Zeit betrachtet, wird dies ganz klar. Früher gab es nur einzelne italienischsprachige Fußballmannschaften in den Städten. Deutschsprachige Mannschaften gab es fast keine. Vom Jugendsport war früher wenig die Rede.
     
  • VSS: Der Verband der Sportvereine Südtirols ist heute die mitgliederstärkste Interessenvertretung des Landes. Welche Rolle spielt Eurer Meinung nach der VSS in der Südtiroler Gesellschaft?
    Andergassen: Der VSS hat sich seit Anbeginn für die Förderung von Bewegung und Sport stark gemacht und immer wieder auf die besondere gesellschaftliche Rolle des Sports und seiner Vereine hingewiesen. Die Sportvereine sind Motoren für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gesundheit.
    Plunger: Die sportliche Tätigkeit und die Unterstützung des VSS für die Vereine ist heute nicht mehr wegzudenken.
    Ausserhofer: Ja, der VSS ist in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Vielen ist es nicht bewusst aber ohne den VSS hätten die deutsch- und ladinischsprachigen Vereine kein direktes Sprachrohr. Der Verband war in den letzten 50 Jahren auch ein maßgeblicher Ideengeber für die sportliche Entwicklungen in unserem Land.
     
  • VSS: Als Obmann des VSS habt ihr sicher Vieles erlebt. Was waren die schönsten Momente in Eurer Amtszeit?
    Plunger:
    Der Abschluss des ersten Sponsorenvertrages des VSS mit der Raiffeisen, welche ihre Unterstützung für die Tätigkeiten des Referats Fußball zusicherten, war für mich ein toller Moment. Außerdem bin ich stolz darauf, dass wir den VSS „öffentlich“ gemacht haben und dadurch den Vereinen nähergekommen sind.
    Ausserhofer: Die größte Genugtuung in meiner Amtszeit war der Zeitpunkt als uns bewusst geworden ist, dass wir die Schulden für das Büro der VSS-Geschäftsstelle abbezahlt hatten.
    Andergassen: Mir fallen da besonders die Bilder der VSS-Volleyball-Landesmeisterschaften ein. Auf einem Fußballfeld mit 18 Volleyballfeldern spielen mehr als 300 Kinder und auf dem anderen Fußballfeld haben viele Familien ihre Zelte aufgeschlagen, bereiten das Essen für ihre Kinder vor und die kleinen Geschwister spielen mit anderen Kindern: ein Sportfest, das zu einem Familienfest wird.
     
  • VSS: Was wünscht ihr Euch für die Zukunft des VSS?
    Andergassen:
    Das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsvereinen, den Bildungseinrichtungen, den verschiedenen Sportorganisationen und mit der politischen Vertretung in Land und Gemeinden im Interesse des Südtiroler Sports und der Menschen.
    Plunger: Ich wünsche dem VSS weiterhin viel Erfolg.
    Ausserhofer: Für die Zukunft des VSS wünsche ich mir, dass er so weiter macht wie bisher und hoffentlich in Zukunft auch neue und junge Kräfte findet die ihre Ideen und ihren Elan in den Verband einbringen.

 

Der VSS-Vorstand

Die Vorstandsmitglieder des VSS leisten eine wichtige ehrenamtliche Arbeit für die Südtiroler Sportgemeinschaft, denn mit 500 Mitgliedsvereinen und mehr als 86.000 Mitgliedern stehen sie der mitgliederstärksten Interessenvertretung des Landes vor. Die Verbandsleitung ist für alle Angelegenheiten der ordentlichen und außerordentlichen Verwaltung des Verbandes zuständig und ist im stätigen Kontakt mit der Gesetzgebung des Landes um bestmögliche Bedingungen für die Tätigkeiten der Mitgliedsvereinen zu schaffen. Der Vorstand bespricht, beschließt und kontrolliert die Tätigkeit des Verbandes und ermöglichen dadurch seine geregelte Tätigkeit.
Der aktuelle Vorstand des Verbandes der Sportvereine Südtirols besteht aus den Obmann Günther Andergassen, den Obmann Stellvertreter Paul Romen und jeweils aus einem Vertreter der Bezirke. Die Vorstandsmitglieder werden auf Bezirksebene einberufen, um die Vereine aus ganz Südtirol im VSS-Vorstand entsprechend zu vertreten. Die einzelnen Bezirksvertreter stellen für die Vereine in ihrem Bezirk eine direkte Ansprechperson dar.
Die aktuellen VSS-Bezirksvertreter sind Josef Platter (Vinschgau), Thomas Ladurner (Burggrafenamt), Thomas Tiefenbrunner (Bozen Stadt und Land), Ivan Bott (Überetsch/Unterland), Christian Untermarzoner (Eisacktal), Markus Gröber (Pustertal), Lidia Bernardi (Gröden) und Richard Nagler (Gadertal).

 

Mit Rat und Tat an Ihrer Seite

Der Verband der Sportvereine Südtirols steht seinen Mitgliedsvereinen stets mit Rat und Tat zur Seite. Die VSS-Geschäftsstelle stellt die administrative Funktion des VSS dar und steht den Mitgliedsvereinen als Berater und Anlaufstelle bei jedmöglichen Fragen zur Seite. Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle beraten die Mitgliedsvereine des VSS bei rechtlichen, steuer-rechtlichen, sportmedizinischen und versicherungstechnischen Fragen. Außerdem organisieren sie die Lehrgänge, Tagungen und Kurse für die Aus- und Weiterbildung. Die Geschäftsstelle ist besetzt mit dem Geschäftsführer Daniel Hofer und den Mitarbeitern Judith Zöschg, Birgit Prast, Stefan Rabanser und Nadia Eisenstecken.
Die sportlichen Tätigkeiten des VSS werden über die 17 Referate ausgeführt. Die Sportförderprogramme sind in die jeweilige Sportart unterteilt und bestreben die Ausübung dieser bestmöglich zu ermöglichen. Hierbei koordiniert der jeweilige Referent oder Referentin die Tätigkeit des Sportprogrammes und unterstützt die teilnehmenden Vereine bei der Austragung von Wettkämpfen, Turnieren und Meisterschaften. Die VSS-Referenten sind Norbert Spornberger (Badminton), Markus Kompatscher (Behindertensport), Andreas Unterkircher (Fußball), Verena Wolf (Handball), Georg Hager (Kanu), Helene Gamper (Kegeln), Reinhold Rogen (Leichtathletik), Erwin Schuster (Radsport), Markus Wolfsgruber (Ranggln), Evelyn Call (Schießsport), Klaus Fissneider (Schwimmen), Helmuth Mathà (Seniorensport), Franco Bozzetta (Tennis), Georg Lotti (Tischtennis), Carla Wieser (Turnen), Kurt Jakomet (Volleyball) und Christian Tröbinger (Wintersport).

 

Arno Kompatscher – Landeshauptmann und & Landesrat für Sport

Der Verband ermöglicht es den Vereinen, überhaupt zu arbeiten, hält ihnen den Rücken frei und ist ihre wichtigste Anlaufstelle. Als Sportlandesrat gratuliere ich dem VSS zu 50 Jahren erfolgreicher und unermüdlicher Arbeit. Der ist es auch zu verdanken ist, dass die Südtiroler sportlich so aktiv sind, wie auch die Statistiken zeigen. Das ist nicht zuletzt den Sportvereinen zu verdanken und somit auch dem VSS. Ich wünsche dem VSS, dass es ihm weiterhin gelingt, junge Menschen für Sport zu begeistern.

Martha Stocker – ehem. Landesrätin für Sport

Der VSS hat eine unglaublich große Bedeutung für Südtirol: Er sorgt dafür, dass die Gesellschaft und jeder Einzelne in Bewegung bleibt – nicht nur sportlich gesehen, sondern auch geistig. Der Verband bringt Menschen zusammen und vereint sie durch gemeinsame Erlebnisse: Das schafft Identität. Ich wünsche dem VSS, dass er es weiterhin schafft, Begeisterung zu vermitteln, soziale Integrationskraft zu leben und uns alle in Bewegung zu halten. Das wünsche ich mir von ganzen Herzen und natürlich: alles Beste dem VSS zum 50sten!

 

Luis Durnwalder – ehem. Landeshauptmann und Landesrat für Sport

Der VSS hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur für den Sport enorm viel geleistet, sondern er hat auch wesentliche Akzente für das kulturelle‚ politische und gesellschaftliche Leben in unserem Lande gesetzt. Nachdem ich als langjähriger Landeshauptmann und zuständiger politischer Sportreferent diesen Einsatz selbst erleben und genießen durfte, möchte ich dem VSS zu seinem 50. Geburtstag aufrichtig gratulieren und allen Führungs- und Betreuungskräften auf Orts-, Bezirks- und Landesebene für ihren ehrenamtlichen Einsatz danken.

 

Hubert Piegger — Präsident ASVÖ Tirol

Bei der Gründung des deutschsprachigen Sportverbandes in Südtirol war der ASVÖ Tirol bereits 20 Jahre alt und konnte mit seinem Wissen und den Erfahrungen unterstützend zur Seite stehen. Damals wurde eine Partnerschaft eingeleitet, die langanhaltende Freundschaften zwischen den Sportfunktionärinnen und -funktionären hervorbrachte. Ich gratuliere meinen Freundinnen und Freunden aus Südtirol herzlich zu ihrem 50-Jahr-Jubiläum und hoffe, dass unsere starke Verbindung noch viele weitere Jahre anhalten wird und unsere wertvolle Arbeit den Sport in Südtirol sowie Tirol weiterhin mitprägt.

 

Fredi Dissertori - Ehem. Geschäftsführer 1970-1987

Die Gründung des VSS war ein wichtiger Schritt für eine eigene Interessensvertretung der Südtiroler Sportvereine, denn der nationale Verband wurde damals immer noch für politisch-ideologische Zwecke missbraucht. Dem VSS ist es gelungen, den Sport zu entpolitisieren. Dass wir heute mit dem italienischen Sportverband so gut zusammenarbeiten, ist zweifellos eine Errungenschaft des VSS. Der Verband lebt heute die Philosophie des Sports für alle, das ist eine Entwicklung in die richtige Richtung.

Manfred Call - Ehem. Geschäftsführer 1987-2010

Der VSS hat in den vergangen 50 Jahren maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Südtiroler Sports beigetragen: als Interessenvertreter der deutsch- und ladinischsprachigen Sportvereine zur Durchsetzung sportpolitischer Anliegen, als Talentschmiede mit den zahlreichen Jugendförderungsprogrammen, als kompetenter Dienstleister für die Anliegen der Ehrenamtlichen in den Sportvereinen, als Anbieter von zeitgemäßen Ausbildungsprogrammen und als Impulsgeber für neue Aktionen und Entwicklungen.
23 Jahre durfte ich als Geschäftsführer die Geschichte des VSS mitgestalten. Mein Einsatz war stets darauf ausgerichtet, optimale Rahmenbedingungen für den Sport im Allgemeinen und für das Sportvereinswesen im Besonderen, zu schaffen. Ebenso konnte ich meine langjährige Erfahrung in der Organisation zahlreicher nationaler und internationaler Sportevents im In- und Ausland einbringen. Ich bin überzeugt, dass der VSS auch in Zukunft eine tragende Säule in der Südtiroler Sportlandschaft einnehmen wird.

Klaus von Dellemann - Ehem. Geschäftsführer 2011-2019

Der VSS ist als Unterstützer in Recht-, Steuer- und Versicherungsfragen unverzichtbar für die Mitgliedsvereine geworden. Mit seinem umfangreichen Sportförderprogramm für die Jugend stärkt der Verband auch die soziale Aufgabe der Sportvereine. Sport war für mich immer schon von großer Bedeutung und es war ein Privileg, insgesamt über 27 Jahre in diesem Bereich zu arbeiten. Mir war ein guter Kontakt zu den Mitgliedsvereinen sehr wichtig und ich hoffe, ich konnte auch das eine oder andere zurückgeben.

 

VSS-Fußballreferent Andreas Unterkircher

Als VSS-Fußballreferent darf ich auch im Namen aller Bezirksleiter unserem Verband herzlich zum 50-Jahr-Jubiläum gratulieren. Herzliche Glückwünsche kommen auch von unseren Schiedsrichtern, Sportrichtern und allen Mitarbeitern in den Förderzentren. Zum Jubiläum sagen wir deshalb stolz und froh, immerzu weiter so.

Ehem. VSS-Badmintonreferentin Sieglinde Romen

In meiner 14-jährigen Tätigkeit als Badmintonreferentin war es mir immer sehr wichtig, dass allen Kindern bzw. Jugendlichen der Sport nähergebracht werden kann, egal ob sie das Talent dazu hatten oder nicht.
Durch die großartige Unterstützung der Verbandsspitze war es mir möglich einiges im Badmintonsport zu bewegen. So finden bspw. die Kinderolympiade oder Familytrophy heute noch einen sehr starken Zuspruch und begeistern Jung und Alt.
Durch die vielen Ehrenamtlichen im VSS können im ganzen Land Kinder und Jugendliche gefördert werden. Manche können diese frühe Unterstützung optimal als Sprungbrett zu einer großartigen sportlichen Karriere nutzen.
Doch auch der Freizeit- und Seniorensport kommt beim VSS nicht zu kurz. Toll einfach, dass auch er dort einen großen Stellenwert hat. Herzlichen Glückwunsch!

 

Franz Spögler – Ehem. Landesrat und Gründungshelfer des VSS

Der ehem. Landesrat für Handel, Handwerk, Industrie und Fremdenverkehr Franz Spögler war im wahrsten Sinne der Geburtshelfer und Mentor des VSS. Er leistete damals unschätzbare Unterstützung bei der Gründung des Dachverbandes. Spögler hat das erste Promotorenkomitee einberufen, welche mit den Vorarbeiten zur Gründung des Verbandes der Sportvereine Südtirols beauftragt wurden. Am 28. 10. 1970 versandte Landesrat Spögler, auf Wunsch der Promotoren, ein Schreiben an alle aktenkundigen Südtiroler Sportvereine, in welchem die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit eines Südtiroler Sport-Dachverbandes hervorgehoben wurde. Genau ein Monat später erfolgte die Gründung des VSS. Der VSS möchte Herrn Spögler nochmals einen herzlichen Dank für seine tatkräftige Unterstützung bei der Gründung des Dachverbandes ausdrücken.

 

Werner Schönhuber - ehem. Vorstandsmitglied

Fredi Dissertori und Ossi Pircher hatten es sich zum Ziel gesetzt, nach dem Vorbild in Österreich, auch für Südtirol einen Sportverband zu gründen. Wenn der VSS zu einem Erfolgsmodell geworden ist, so ist es darauf zurückzuführen, dass es schon bei der Gründung gelungen ist sämtliche führende Sportfunktionäre in Südtirol von der Idee zu begeistern und fast alle Sportvereine beim Aufbau mit einzubeziehen. Es bleibt den Verantwortlichen zu wünschen, dass es auch in Zukunft gelingt weiterhin die Jugend Südtirols für den Sport zu begeistern und als Interessenvertreterin Anlaufstelle für die Sportvereine des Landes zu sein.

 

Werner Palla - ehem. Vorstandsmitglied

Am 28. November 1970 wurde der VSS gegründet und als Bezirksvertreter von Überetsch/Unterland war ich Mitglied der ersten Verbandsleitung für die Amtszeit 1971-1974. Ein Schwerpunkt im Programm des VSS galt der Forderung, Südtirol mit einem flächendeckenden Netz von Sportanlagen auszustatten und so die Voraussetzungen zur Förderung des Breitensports insbesondere im Kinder- und Jugendsektor zu schaffen. Der Kalterer Sportverein, dessen Obmann ich damals war, wollte in der Örtlichkeit „Möslen“ einen Fußballplatz und zwei Tennisplätze errichten. Kein leichtes Unternehmen! Und so kam mir das Angebot von Fredi Dissertori, Urgestein des VSS, in der Verbandsleitung als Vertreter der Sportvereine von Überetsch/Unterland mitzuwirken, durchaus gelegen und natürlich auch der neue Rückenwind für ein Mehr an Sporteinrichtungen. In der Tat: mit großzügiger Unterstützung durch das Land konnte am 23. September 1972 Dr. Franz Spögler, Geburtshelfer und Mentor des VSS, die Anlagen feierlich eröffnen. Das ist die eine Seite meiner Beziehung zum VSS. Die andere spielte und spielt sich noch heute auf rein persönlicher Ebene ab. So hatte ich zu Ossi Pircher, Walter Seibstock und Klaus Seebacher bis zu deren Tod persönlich gute Kontakte. Gegenseitige Freude kommt auf, wenn ich den damaligen Obmannstellvertreter Sepp Rinner treffe. Mit Fredi Dissertori wage ich zu behaupten, dass mich eine echte Freundschaft verbindet. Auch bin ich, wenn irgendwie möglich, bei jeder VSS-Mitgliederversammlung dabei, wo ich gar einige Bekannte und Freunde aus meiner frühen VSS-Zeit treffe. Fazit: Sport verbindet! Ich wünsche dem VSS nur das Allerbeste für die Zukunft im Bemühen um den Südtiroler Sport!

 

Sepp Rinner - ehem. Vorstandsmitglied

Als ich vor über 50 Jahren als Geometer und Unternehmer wegen meiner freiberuflichen Tätigkeit beim damaligen Landesrat für Handwerk, Handel, Industrie und Sport Dr. Franz Spögler zu tun hatte, habe ich auch den damaligen Bereichsleiter für Sport Fredi Dissertori getroffen. Wir beide, als ehemalige aktive Sportler, Fredy als Schwimmsportler und ich als Leichtathlet, hatten einander einiges über den Sport in Südtirol zu erzählen. Südtirol hat bereits damals große sportliche Erfolge erzielt. Man denke, um nur einige zu nennen, an Erika Lechner, Gustav und Roland Thöni, Herbert Plank, sowie Klaus Debiasi usw. Im selben Gespräch bekundete Fredi die Absicht mit seinem Freund Pircher Ossi eine Initiative zur Schaffung einer landesweiten Dachorganisation für sämtliche Sportarten zu gründen, um den stetig anwachsenden Sportvereinen im Lande eine unterstützende Organisation, vor allem für die Jugend, zu bieten. Für diese Idee war ich schnell begeistert und habe meine Mitarbeiter als damaliger Präsident des Latscher Sportverein und Sprecher des Sportes in der Talgemeinschaft Vinschgau darüber informiert. Bald darauf haben wir uns mit Ossi Pircher getroffen, um eine Strategie zur Schaffung dieser Struktur auszuarbeiten. Man hat dabei versucht, von jedem Bezirk eine bekannte Sportpersönlichkeit zu finden, die die Aufgabe hatten, sämtliche in ihrem Bezirk befindlichen Sportvereine zu mobilisieren. Eine nicht leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass es damals noch zwecks Verständigungen weder Handy, noch Mail usw. gegeben hat. Soweit ich mich richtig erinnere, hat Dr. Ganner, damaliger Vizebürgermeister und Präsident des Sportvereins Meran, für den Bezirk Burggrafenamt, Schönhuber Werner für den Bezirk Pustertal, Gutweniger Emil für die Stadtvereine Bozen, Natzler Walter für das Schlerngebiet und Gröden, Seebacher Klaus für den Bezirks Eisacktal usw., das Vorhaben bekannt gemacht, um die erste Vollversammlung, die schließlich mittels Dolomitenaufruf in Bozen stattfand, einzuberufen. Nachdem die meisten Sportvereine Südtirols der Einladung gefolgt sind, war der Weg zur Gründung, der so wichtigen Struktur mit dem Namen VSS - Verband der Sportvereine Südtirols geebnet. Dem VSS, seinen Verbandsvertretern, dem tüchtigen Langzeitobmann Dr. Günther Andergassen, wünsche ich alles Gute für den Fortbestand dieser gut funktionierenden Tätigkeit, im Interesse und zum Wohle der gesamten Sportwelt Südtirols.