VSS
Mitgliederversammlung

Die Vollversammlung kann in ordentlicher und außerordentlicher Sitzung zusammentreten und wird von der Verbandsleitung oder vom Präsidium einberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich mindestens 10 Tage vor Abhaltung derselben mit Bekanntgabe der Tagesordnung, des Datum und des Ortes. Sie wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus auf Verlangen von mindestens 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder, einberufen.

Die Vollversammlung setzt sich aus allen Präsidenten der Mitgliedsvereine zusammen. Im Verhinderungsfall kann sich ein Präsident mittels schriftlicher Vollmacht von einem demselben Verein angehörenden Ausschussmitglied oder von einem Präsidenten eines anderen Mitgliedsvereines vertreten lassen, wobei jeder stimmberechtigte Vertreter maximal drei andere Mitgliedsvereine vertreten darf.


Mitgliederversammlung 2018

48. Mitgliederversammlung des VSS: „Sport vereint Menschen“

Mit mehr als 86.000 Mitgliedern ist der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) die größte Interessenvertretung des Landes. Auf der 48. Mitgliederversammlung des Verbandes in Bozen zeigte sich, dass auch das Aufgabenfeld und die Anforderungen an den VSS umfangreich sind. Unter dem Motto „Sport vereint“ stehen 2018 zahlreiche Projekte und Initiativen im Mittelpunkt.

VSS-Obmann Günther Andergassen
Andergassen mit Landesrätin Martha Stocker
VSS-Ehrenmitgliedschaft für Helga Thaler Ausserhofer
Die Trainer des Jahres 2018

„Gemeinsam Sport treiben und dabei Zusammenhalt erleben, egal woher man kommt oder wer man ist, was gibt es Besseres?“ Mit dieser Fragestellung eröffnete VSS-Obmann Günther Andergassen die 48. Mitgliederversammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) am 18. Mai in Bozen, die ganz unter dem neuen Jahresmotto des VSS „Sport vereint“ stand. In der Tat nimmt der Sport einen wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft – und das von Kindesbeinen an. Umso erfreuter zeigte man sich beim VSS daher von der Aufstockung des Sportunterrichts an den Grund- und Mittelschulen. „Mehr Sport in den Pflichtschulen ist eine alte Forderung des VSS, der wir mit dem Pilotprojekt ‚Schule und Sportverein – Partner in Bewegung‘ Nachdruck verliehen haben“, erklärte Andergassen den rund 300 Sportfunktionären in Bozen. Damit habe der Verband einen wichtigen Anteil an der Aufstockung der Sportstunden.

 

Bereits in der Vergangenheit war der Verband der Sportvereine Südtirols Ideen- und Impulsgeber, sowie konkreter Unterstützer. „Als Beispiel mögen etwa die Gründung der Südtiroler Sporthilfe, die Realisierung des Hauses für Sport, die Weiterentwicklung der Sportautonomie oder die Errichtung der Sportoberschule Mals genannt werden“, so Andergassen. Der VSS will diese Rolle jedenfalls auch weiterhin ausfüllen, etwa mit der Initiative „Sport in Südtirol 2025“. Dabei wagt der VSS gemeinsam mit den Universitäten Bozen und Innsbruck sowie allen großen Akteuren im Sport einen Ausblick in die Zukunft des Sportlandes Südtirol. In dieser Zukunft soll laut dem Verband auch das Landessportzentrum realisiert werden. Einem virtuellen Zentrum kann man bei der größten Interessenvertretung des Landes nicht viel abgewinnen. „Wir brauchen ein Ausbildungs- und Landessportzentrum, das Synergien schafft und Kompetenzen bündelt und somit auch seinem Namen gerecht wird“, erläuterte VSS-Obmann Andergassen die Wünsche des Verbandes.

 

Konzentration auf Jugend- und Breitensport

Gratulationen gab es von Seiten des VSS einmal mehr an Südtirols erfolgreiche Profisportler, aber: „Bei allen nationalen und internationalen Erfolgen Südtiroler Sportler bleibt für uns die rege Teilnahme an den VSS-Jugendsportprogrammen die größte Genugtuung.“ Schließlich sei es der Jugend- und Breitensport, der den Sport auch für die Gesellschaft so wertvoll macht. „Daher wünsche ich mir, dass diese gemeinwohlorientierte Arbeit unserer Amateursportvereine eine höhere finanzielle Unterstützung erfährt“, verlieh Andergassen seiner Hoffnung Ausdruck. Neben der Förderung des Jugend- und Breitensports liegt dem VSS vor allem die vielseitige Sportausbildung junger Menschen am Herzen. „Bis zum Teenageralter sollten Kinder mehrere Sportarten kennenlernen, bevor sie sich auf eine Sportart spezialisieren. Südtirols Amateursportvereine können mit ihrem breitgefächerten Sportangebot den perfekten Nährboden dafür bieten“, nahm Andergassen auch die Mitgliedsvereine in die Pflicht. Studien belegen zudem, dass vielseitig ausgebildete Kinder eventuell vorhandene sportspezifische Lücken schnell schließen würden. Außerdem verringern sich das Verletzungsrisiko und die Gefahr, dass Kinder die Lust am Sport verlieren. „Kinder sollen in erster Linie Spaß an der Bewegung haben, geben wir Ihnen die Chance dazu“, appellierte der Obmann des VSS an die Sportfunktionäre. Landesrätin Martha Stocker betonte in ihren Grußworten wie wichtig der Sport für die Gesundheit ist. Gleichzeitig dankte sie dem VSS und den Sportvereinen für die gelebte Integration und Inklusion, die nirgends leichter gelinge als im Sport.

 

Begeisterte Nachwuchsfunktionäre gesucht

Um auch in Zukunft bestens qualifizierte Sportfunktionäre in den Amateursportvereinen zu haben, ist es unumgänglich junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Auch dieses Ziel hat sich der VSS für das kommende Arbeitsjahr mit dem Projekt „Ich bin dabei – Junges Ehrenamt“ gesteckt. Dabei sollen junge Menschen im Rahmen eines Workshops über möglichst optimale Rahmenbedingungen für ein freiwilliges Engagement nachdenken und Vorschläge für langfristige Engagementförderung im Sportverein erarbeiten. Auch in Zukunft werden Südtirols Sportfunktionäre vom breitgefächerten Aus- und Weiterbildungsangebots des VSS profitieren können. Eine Neuausschreibung des Lehrgangs für Sportinstruktoren wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung ebenso angekündigt wie eine gemeinsame Tagung mit dem Gemeindenverband am 20. Oktober. Bereits am 22. September sollen in Eppan, Kaltern und Tramin die sogenannten Euregio-Jugendspiele über die Bühne gehen. Nachwuchssportler aus dem Trentino sowie aus Nord- und Südtirol sollen dann im freundschaftlichen Wettkampf gegeneinander antreten.

 

Auszeichnungen an verdiente Personen

Der Verband der Sportvereine Südtirols nutzte seine 48. Mitgliederversammlung aber auch um Danke zu sagen. Zum einen an seinen Generalsponsor Raiffeisen und an die zahlreichen Netzwerkpartner. Zum anderen aber auch an Personen, die sich um den Sport im VSS und in Südtirol verdient gemacht haben. So wurde die ehemalige Senatorin Helga Thaler Ausserhofer mit der VSS-Ehrenmitgliedschaft bedacht. „Sie war während aber auch nach ihrer Funktion als Senatorin in Rom erste Ansprechpartnerin des VSS in sportpolitischen Fragen, kompetent und vorausschauend in der Sache, zuverlässig und leistungsorientiert im Handeln“, fand VSS-Obmann Günther Andergassen in der Laudatio passende Worte. Jeweils mit der VSS-Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden der ehemalige VSS-Volleyballreferent Hubert Atz, der ehemalige VSS-Rangglreferent Karl Amort und Karl Schuster, der seit 1979 als VSS-Fußball-Bezirksvertreter im Vinschgau die Fäden zieht. Großen Applaus gab es auch für ein Hilfsprojekt der „Südtiroler Ärzte für die Welt“. Der VSS und seine Mitgliedsvereine hatten ein Sportzentrum im äthiopischen Attat mit Sach- und Geldspenden unterstützt. Der Raiffeisenverband legte noch eine stolze Summe obendrauf, sodass Raiffeisenverband-Obmann Herbert Von Leon und VSS-Obmann Günther Andergassen letztlich 6.500 Euro an Toni Pizzecco, den Präsidenten der „Südtiroler Ärzte für die Welt“ übergeben konnten.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Zum bereits 14. Mal zeichnete der Verband der Sportvereine Südtirols im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Trainerin und den Trainer des Jahres aus. Die Preisträger 2017 sind Sieglinde Fink vom ASV Ritten Sport und Severin Unterholzner vom ASV Völlan. Sieglinde Fink widmet ihr Leben dem Sport. Ihre Palette der Trainertätigkeit reicht von jung bis alt, sie betreut 150 Kinder im Alter ab 4 Jahren bis zum Teenager-Alter und besticht vor allem durch ihre Fairness und ihren liebevollen Umgang. Beim ASV Ritten Sport haben ihre Turnerinnen und Tänzerinnen durchaus auch sportlichen Erfolg, im Zentrum steht bei ihr aber immer die gesunde Bewegung und die Liebe zum Sport. Auch Severin Unterholzner ist im positivsten Sinne des Wortes ein Sportverrückter. Seit 40 Jahren ist er Rodeltrainer beim ASV Völlan, war Jugendtrainer von Armin Zöggeler, David und Armin Mair oder Fabian Malleier. Junge Athleten zu suchen, für den Rodelsport zu begeistern, zu trainieren und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, das sind seine Antriebsfeder und seine Leidenschaft.

Einladung zur 48. VSS-Mitgliederversammlung


Mitgliederversammlung 2017

„Sportvereine sind wichtige gesellschaftliche Akteure unseres Landes“

VSS-Obmann Günther Andergassen
Ehrung Michael Walcher
Auszeichnung Trainer & Trainerin des Jahres

Südtirols Sportvereine tragen durch ihre Arbeit und ihre gelebten Werte zur hohen Lebens-qualität unseres Landes bei. Dementsprechend plädierte VSS-Obmann Günther Andergas-sen bei der 47. Mitgliederversammlung des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) am 12. Mai in Bozen um entsprechende Anerkennung von allen Seiten der Gesellschaft. Ver-längert wurde zudem das Projekt „Wert(e)volle Hilfe für Attat“.

 

„Sportvereine sind mehr als Trainings- und Wettkampfstätten. Sie sind tragende gesellschaftliche Kräfte, wichtige Akteure im Leben einer Gemeinde und eines Landes“, erklärte VSS-Obmann Günther Andergassen gleich zu Beginn seiner Rede in Bozen. Es seien schließlich die Vereine, die mit ihrem Sport- und Bewegungsangebot die Gemeinden zu Orten mit hoher Lebensqualität machten und somit in hohem Maße zum Gemeinwohl beitragen. „Gerade deshalb erwarten wir uns aber auch, dass der Stellenwert des Sport von allen Seiten entsprechend gewürdigt wird“, fordert Andergassen. Gerade deshalb stellt Südtirols mitgliederstärkste Interessenvertretung auch das Tätigkeitsjahr 2017 wieder unter das Motto „Sport ist wert(e)voll“.

 

Entscheidend dafür ist, dass der Sportverein sich vor allem im Kinder- und Jugendbereich nicht ausschließlich leistungs- und wettkampforientiert ausrichten darf. Andergassen zitierte in diesem Zusammenhang Senatorin Josefa Idem, die im März 2017 bei der von VSS und Südtiroler Gemeindenverband gemeinsam organisierten Tagung zur „Rolle der Gemeinden im Sport“ forderte: „Kinder- und Jugendsportförderung muss ein Nährboden sein und keine Zitronenpresse.“ Das große Ziel müsse es sein, dass so viele Menschen wie möglich Sport treiben und in Bewegung blieben. Gerade deshalb macht sich der VSS seit jeher für den Breitensport stark.

 

Großes Lob gab es einmal mehr für die unzähligen Ehrenamtlichen in Südtirols Amateursportvereinen. „Ohne euch und euer großes Engagement wären auch die internationalen Erfolge der Südtiroler Spitzensportler nicht möglich“, erklärte Armin Hölzl in seinen Grußworten. Der Direktor des Amts für Sport vertrat Landesrätin Martha Stocker, die aufgrund einer Landtagssitzung verhindert war. Eines hat sich auch 2016 wieder gezeigt: Die Herausforderungen für Sportvereine nehmen beständig zu. Gerade im steuerrechtlichen Bereich gebe es noch einigen Klärungsbedarf, wie die zuletzt ins Blickfeld geratenen Steuerkontrollen beim SSV Bozen oder dem SSV Bruneck gezeigt hätten. „Wir haben deshalb den Landeshauptmann darum ersucht, die Vereine konkret zu unterstützen und gleichzeitig klare Richtlinien zu erlassen, um Rechtssicherheit zu schaffen“, so VSS-Obmann Günther Andergassen.

 

Klärungsbedarf gibt es zudem auch nach mehreren Aufschüben noch immer im Bereich der umstrittenen Defibrillatorenpflicht für Amateursportvereine. Dank des Einsatzes der Senatoren Josefa Idem und Hans Berger soll in einigen Punkten bald Klarheit herrschen. Verbesserungspotential sieht Obmann Andergassen zudem im Bereich Schule und Sport: „Ich hätte mir erwartet, das die Anerkennung der sportlichen Tätigkeit unserer Kinder und Jugendlichen im Sportverein durch die Schulen im Wahlpflichtfach ohne großen bürokratischen Aufwand klappt.“

 

Im Rahmen des Mottos „Sport ist wert(e)voll“ unterstützt der VSS gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen auch ein Projekt der Südtiroler Ärzte für die Welt im äthiopischen Attat. „Wir haben von den Sportvereinen sehr viele Sachspenden erhalten, dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, freute sich Projektleiterin Monika Gross. Jochen Schenk konnte sich vor Ort ein Bild machen und berichtete über die Fortschritte. Für VSS-Obmannstellvertreter Michael Pichler war klar: „Wir werden dieses Projekt für ein weiteres Jahr fortführen und bedanken uns dabei auch bei unserem Generalsponsor Raiffeisen für die große Unterstützung“. Großen Applaus gab es bei der 47. VSS-Mitgliederversammlung außerdem für Michael Walcher. Der Eppaner führte von 2003 bis 2016 das VSS-Referat Fußball und wurde dafür mit der VSS-Ehrenurkunde entsprechend ausgezeichnet.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Zum bereits 13. Mal zeichnete der Verband der Sportvereine Südtirols im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Trainerin und den Trainer des Jahres aus. Die Preisträger 2016 sind Carmen Niederkofler vom SSV Brixen und Volker Müller vom SC Meran.

Carmen Niederkofler kann trotz ihres jungen Alters bereits auf eine 15-jährige Karriere als Trainerin im Tanzbereich zurückblicken. Heute tanzen 220 Mädchen und 2 Jungs nach ihrer Pfeife beim SSV Brixen, bei dem sie im Jahre 2014 die Sektion Tanzen gegründet hat. Seit 2007 betreut sie zudem Tänzer und Tänzerinnen mit besonderen Bedürfnissen.

Volker Müller ist hingegen ein „alter Hase“ im Sport. Der 1951 geborene Deutsche kam nach dem Fall des eisernen Vorhangs im Jahr 1990 als Schwimmtrainer nach Südtirol. Aus einem eigentlich geplanten Kurzengagement wurde ein Stück Südtiroler Sportgeschichte. Seit mittlerweile 26 Jahren ist er Cheftrainer der Sektion Schwimmen im SC Meran und sammelte in dieser Zeit VSS-Landesmeistertitel am laufenden Band.

Niederkofler und Müller treten die Nachfolge von Ruth Mayr und Karlheinz Goller an.

Einladung zur 47. VSS-Mitgliederversammlung


Mitgliederversammlung 2016

„Wertvolle Tätigkeit der Sportvereine anerkennen“

VSS-Obmann Günther Andergassen
Landesrätin Martha Stocker
Referent Martin M. Lintner
Auszeichnung Trainer & Trainerin des Jahres

Sport und Bewegung sind wertvoll für die gesamte Gesellschaft. Dementsprechend forderte VSS-Obmann Günther Andergassen bei der Mitgliederversammlung des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) am 6. Mai in Bozen eine entsprechende Anerkennung von Seiten der Politik. Mit dem Jahresmotto „Sport ist wert(e)voll“ will der Verband die wichtige Arbeit der Sportvereine ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen.

 

Der Sport besitzt einen besonderen Stellenwert in der Gesellschaft. Nicht zuletzt dank der unermüdlichen und wertvollen Arbeit der Südtiroler Amateursportvereine gehören Südtirols Kinder und Jugendliche zu den gesündesten und aktivsten im nationalen und internationalen Vergleich. Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) belegten dies letzthin eindrucksvoll. Gerade deshalb forderte VSS-Obmann Günther Andergassen auf der 46. Mitgliederversammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) eine entsprechende Anerkennung und eine noch stärkere Förderung von Seiten der Politik. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die großartigen nationalen und internationalen Erfolge der Südtiroler Sportler erst durch die alles entscheidende Basisarbeit der Amateursportvereine ermöglicht wird“, hob Andergassen einmal mehr den Stellenwert des Breitensports hervor.

 

Überhaupt waren es die Werte, die im Zentrum der Mitgliederversammlung von Südtirols größter Interessenvertretung standen. „Das wertvolle in Südtirols Sport, das sind Sie, die Funktionäre des Sport“, fand etwa Landesrätin Martha Stocker in ihren Grußworten. Passend zum VSS-Jahresmotto „Sport ist wert(e)voll“ referierte der Moraltheologe Prof. Dr. Martin M. Lintner über die Rolle des Sports bei der Vermittlung von Werten. Der Provinzial der Tiroler Servitenprovinz betonte dabei einmal mehr die Bedeutung von grundlegenden Werten wie Fairness, Ehrlichkeit und Respekt für die gesamte Gesellschaft. Gerade der Sport schaffe es, diese Werte erfolgreich zu transportieren. „Außerdem tragen Sport und Bewegung zu einer gesundheitlichen Entwicklung bei“, ergänzte VSS-Obmann Günther Andergassen. Gerade deshalb wolle der VSS vor allem möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Sport und die Bewegung begeistern. Vorgestellt wurde außerdem ein Projekt in Zusammenarbeit mit den „Südtiroler Ärzten für die Welt“. Gemeinsam sollen Kinder in Äthiopien unterstützt werden.

 

Eines hat sich zudem auch 2015 wieder eindrücklich gezeigt: Die Herausforderungen für die Sportvereine nehmen beständig zu. Neben der Defibrillatorenpflicht, die mit 20. Juli 2016 in Kraft trifft, gilt es für die ehrenamtlichen Funktionäre zusätzlich zahlreiche bürokratische und steuerrechtliche Probleme und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dementsprechend stark wurde im Vorjahr der von der VSS-Geschäftsstelle angebotene Servicedienst in Anspruch genommen. „Gemeinsam mit dem Weißen Kreuz konnten wir beispielsweise bereits über 1.700 Personen im Umgang mit Defibrillatoren ausbilden“, verriet Andergassen im Rahmen der Mitgliederversammlung. Dennoch gibt es gerade bei der Defibrillatorenpflicht noch offene Punkte, die geklärt werden müssen. Darauf werde der VSS auch in Zukunft pochen.

 

Besorgt zeigte sich VSS-Obmann Günther Andergassen in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein: „Obwohl im Bildungsgesetz der Sport ausdrücklich genannt ist, wurde dennoch eine Akkreditierung der Sportvereine verfügt.“ Selbst wenn diese gewährt wird, gibt es keine Garantie, dass die Schulen den Sportverein tatsächlich anerkennen. Andergassen fordert daher einen Abbau der Bürokratie und die Entwicklung eines sinnvollen Schulorganisationsmodells. „Nur so kann das angestrebte Ziel, nämlich eine Entlastung der Schüler, erreicht werden“, so der VSS-Obmann. Positive Beispiele wie das Projekt „Schule und Sportverein – Partner in Bewegung“ gibt es bereits jetzt. Dafür brauche es aber den Willen aller Beteiligten und einen ständigen Dialog auf Augenhöhe.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Apropos Trainer: Zum bereits zwölften Mal zeichnete der Verband der Sportvereine Südtirols im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Trainerin und den Trainer des Jahres aus. Die Preisträger 2015 sind Ruth Mayr vom SSV Bruneck und Karlheinz Goller vom SC Gröden.

 

Mayr gehört zu den bekanntesten Leichtathletinnen des Landes. Auch nach ihrer aktiven Zeit ist die Mutter dreier Kinder ihrer Sportart treu geblieben. Die Sportlehrerin führte als Trainerin des SSV Bruneck zahlreiche Athleten zu Italienmeisterschaften und zu internationalen Wettkämpfen. Der größte Erfolg im letzten Jahr war der Sieg von Thomas Schifferegger bei den Jugend-Italienmeisterschaften im Weitsprung.

 

Karlheinz Goller hat sich hingegen im Skisport längst einen Namen gemacht. Der staatlich geprüfte Skilehrer ist außerdem Erfolgstrainer beim SC Gröden. Zahlreiche seiner Athleten, unten ihnen etwa Abfahrts-Ass Verena Stuffer, schafften es bis in den Weltcup. Aktuell trainieren mit Nicol und Nadia Delago zwei der größten Südtiroler Skitalente unter Goller.

Einladung zur 46. VSS-Mitgliederversammlung


Mitgliederversammlung 2015

Andergassen und Pichler bleiben an der Spitze des VSS

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Der teilnehmerstärkste Verband Südtirols setzt auf Kontinuität. Auf der 45. Mitgliederver-sammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) wurde Obmann Günther Andergassen genauso für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Michael „Much“ Pichler. Beide fordern eine angemessene Unterstützung des Sports auf breiter Ebene. Handlungsbedarf gebe es vor allem noch im Gesundheitssektor.

 

Andergassen und Pichler wurden im voll besetzten Elena-Wach-Saal des Hotels Sheraton in Bozen per Akklamation im Amt bestätigt. Die beiden, die seit 1999 an der Spitze des VSS stehen, wurden für weitere vier Jahre gewählt. Bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung wurden bei den Bezirkswahlen mit Ivan Bott (Überetsch/Unterland), Paul Romen (Bozen), Thomas Ladurner (Burggrafenamt), Josef Platter (Vinschgau), Sigurth Wachtler (Eisacktal), Willy Marinoni (Pustertal), Oskar Insam (Gröden) und Richard Nagler (Gadertal) alle acht Bezirksvertreter wiedergewählt.

 

Auch inhaltlich setzt man bei Südtirols teilnehmerstärkster Interessenvertretung – 521 Vereine mit rund 85.500 Mitgliedern sind dem VSS angeschlossen – auf Kontinuität. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen Freude am Sport vermitteln und so auch weiterhin die richtige Antwort auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, auf die Gesundheitsvorsorge, Integration und Inklu-sion geben“, so Obmann Andergassen. Dafür benötige der Sport aber eine angemessene Unter-stützung auf breiter Ebene.

 

Positive Signale von Seiten der Landespolitik erkannte Andergassen allemal. „Mit der Verankerung des Sports im neuen Bildungsgesetz und dem Ankauf der semiautomatischen Defibrillatoren über den Gemeindenverband konnten wir im Jahr 2014 auch dank Landesrätin Martha Stocker und Landesrat Philipp Achammer bereits einiges bewegen“, erklärte Andergassen. Nun sei es aber an der Zeit, diesen positiven Geist fortzuschreiben und auf weitere Themengebiete, gerade im Ge-sundheitssektor auszuweiten. „Im Bereich der Defibrillatorenpflicht gibt es sicher noch Handlungs-bedarf“, so Andergassen. Er forderte eine zeitlich unbeschränkte Gültigkeit für BLSD-Kurse und die Abschaffung der Defibrillatorenpflicht beim Training im Jugendbereich und bekam dabei Zustimmung von Landesrätin Martha Stocker. „Wir haben bereits einige Erleichterungen erreicht und werden auch in Zukunft noch einiges schaffen“, so die Landesrätin.

 

Kritisch sieht der Verband der Sportvereine nach wie vor den Vorschlag einer globalen Pflichtver-sicherung. „Wir sprechen uns klar gegen eine solche Pflichtversicherung für den Freizeitsport, also für den Sport im Allgemeinen aus“, lautete der Tenor auf der 45. Mitgliederversammlung des Ver-bandes. „Sport ist das beste Medikament und darf nicht zu einem Risiko abgestempelt werden“, hielt Obmann Günther Andergassen in seiner Rede fest. Deshalb gelte es vielmehr die Kooperation von Sportvereinen mit den Gesundheitsdiensten zu fördern und den sportmedizinischen Dienst in Kombination mit anderen Fachdiensten zu einem Gesundheitszentrum weiterzuentwickeln.

 

Großes Lob gab es einmal mehr für die Mitgliedsvereine. „Wenn man sieht, welche enorme Leis-tung die Südtiroler Sportvereine mit Unterstützung von Sponsoren, sowie durch eigene Initiativen und ehrenamtlich Arbeit erbringen, kann man zurecht stolz sein“, so Andergassen. Dass Südtirol im internationalen Sportbereich so gut dastehe, verdanke man vor allem der Jugend- und Basisarbeit in den Vereinen, aber auch in den Jugendförderprogrammen des VSS. Gleichzeitig vergaß er aber nicht anzumerken, dass lediglich 4,8 Prozent der errechneten Ausgaben der Südtiroler Sportvereine über Landesbeiträge finanziert werden.

 

Trainer und Trainerin des Jahres

Bereits zum elften Mal wurden im Rahmen der VSS-Mitgliederversammlung zudem die Auszeich-nung zur Trainerin und zum Trainer des Jahres vergeben. Die Preisträger 2014 sind Sabrina Da Col und Paul Forrer. Da Col arbeitet als Schwimmtrainerin für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung beim SSV Brixen. Die Gadertalerin zeichnet sich durch großes Einfühlungsvermögen aus und hat mit Kathrin Oberhauser und Marco Scardoni zwei Schwimmer an Italiens Spitze gebracht. Forrer ist untrennbar mit der Sektion Volleyball des ASV Partschins verbunden. Der 53-jährige übernahm die Sektion vor 28 Jahren und begeisterte von Anfang an mit seinem Enthusiasmus. Die Zahl der Athleten stieg von 25 auf 80 und wie die Zahl der Mannschaften stieg auch die Zahl der Erfolge. Titel um Titel folgten, die bisher letzten in der Saison 2013/2014 mit den VSS-Landesmeistertiteln in den Kategorien U10 und U20.

 

Ehrungen und Auszeichnungen

Einmal mehr wurde die Mitgliederversammlung des VSS als Bühne für Ehrungen und Auszeich-nungen genutzt. So wurde die Grande Dame des Südtiroler Tischtennissports, Edith Santifaller, für ihre großen Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft im VSS geehrt. Auszeichnungen und großen Dank gab es außerdem für die ehemaligen VSS-Sportreferenten Sieglinde Romen, Claudia Dariz und Andreas Gerstgrasser.

 

Wahl der Revisoren und des Schiedsgerichtes

Bei der Wahl der Revisoren wurden Roland Pichler, Andreas Jud und Richard Moser als effektive Mitglieder bestätigt. Ersatzmitglieder sind Walter Rainer und Hans Tock. Bei der Wahl des Schiedsgerichts erhielt Walter Außerhofer die meisten Stimmen und ist ebenso effektives Mitglied wie Sepp Hölzl und Peter Leiter. Ersatzmitglieder sind Georg Wielander und Thomas Tiefenbrunner.

 

Downloads:

Die Rede von Günther Andergassen zur 45. Mitgliederversammlung als Download (PDF)

Die Broschüre zur 45. Mitgliederversammlung als Download (PDF)

Einladung zur Mitgliederversammlung 2015 (PDF)


Mitgliederversammlung 2014

„Der Stellenwert des Sports muss entsprechend gewürdigt werden“

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Defibrillatorenpflicht, Direktvergabe von Sporteinrichtungen, zahlreiche Kooperationen mit Verbänden und Organisationen: Es war ein ereignisreiches Tätigkeitsjahr auf das Obmann Günther Andergassen bei der 44. Mitgliederversammlung des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) zurückblicken konnte. Das Jahr 2014 steht unter dem Motto „Fair Play“.

 

Ein Thema brannte VSS-Obmann Günther Andergassen dabei besonders unter den Nägeln: „Der gesellschaftliche Stellenwert des Sports muss von der Politik entsprechend gewürdigt werden.“ Bereits im Regierungsprogramm kam der Sport nur in Klammern vor. Im Haushalt des Landes für das Jahr 2014 setzt sich diese Haltung offensichtlich fort, ein Minus von 25 Prozent für die ordentliche Tätigkeit ist ein deutliches Indiz dafür. „Ich glaube, dass sich die tausenden Ehrenamtlichen in den Sportvereinen mehr Wertschätzung und Unterstützung von Seiten der Politik verdient haben“, stellte Andergassen klar. Gleichzeitig hob der Obmann der größten Interessenvertretung Südtirols aber auch hervor, dass Landesrätin Martha Stocker eine verlässliche Ansprechpartnerin für den Südtiroler Sport sei. Dasselbe galt in den Jahren zuvor selbstverständlich auch für Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder, dem Andergassen ausführlich für die Leistungen rund um den Südtiroler Sport dankte. „Ich kann nicht in die Fußstapfen von Durnwalder treten“, erklärte Landesrätin Martha Stocker in ihrer Ansprache: „Aber gemeinsam mit den Sportvereinen schaffen wir das.“Eines hat sich auch 2013 wieder eindrücklich gezeigt: Die Herausforderungen für die Sportvereine nehmen beständig zu. Von der Defibrillatorenpflicht über den Jugendschutz und die Arbeitssicherheit bis hin zu steuerrechtlichen Themen hat sich der Einsatzbereich der Sportvereine in den letzten Jahren stark erweitert. Dementsprechend stark wurde im Vorjahr der von der VSS-Geschäftsstelle angebotene Servicedienst angenommen. Auch die zahlreichen Aus- und Weiterbildungsangebote waren äußerst erfolgreich. „Der VSS ist hier Vorbild, wir müssen diese Herausforderungen gemeinsam angehen“, weiß auch die Landesrätin.


Aus sportlicher Sicht hob Günther Andergassen einmal mehr die Förderung des Breitensports hervor: „Die primäre Aufgabe des Sportvereins ist die Breitenarbeit. Sie endet nicht bei den 12- und 13-Jährigen und auch nicht mit der Auswahl der vermeintlich Besten.“ Landesrätin Stocker schlug in dieselbe Kerbe: „Der heutige sportliche Erfolg ist erst durch die großartige Vorarbeit des VSS und seiner Mitgliedsvereine möglich.“ Passend dazu präsentierte Andergassen die Initiative „Fair Play“. Damit will der VSS nicht nur die Sportler für faires Verhalten gewinnen. Vielmehr sollen die Eltern, Zuschauer, Trainer und Betreuer angesprochen werden. Sie sollen die jungen Sportler mit Spaß spielen lassen und den allzu oft vorherrschenden Leistungsdruck zurückschrauben. „Zufriedene Kinder und Jugendliche und nicht so sehr die perfekten Kinder und Jugendlichen müssen unser Ziel sein“, forderte Andergassen.

 

Ehrung für verdiente Sportmediziner

Der Dienst für Sportmedizin gehört zu den wichtigen Partnern des Südtiroler Sports. Im Vorjahr gab es einige signifikante Änderungen. Neben dem Umzug in die Bozner Marienklinik gab es auch auf der Führungsebene einen Wechsel. Stefan Resnyak folgte auf Sandra Frizzera, die genauso in den verdienten Ruhestand ging wie der Meraner Sportarzt Max Regele, der seit 1983 die Sportmedizin in Südtirol aufbaute und prägte. Für ihre großen Verdienste rund um die Sportmedizin und um den Sport in Südtirol erhielten sowohl Sandra Frizzera als auch Max Regele die VSS-Ehrenurkunde aus den Händen von Landesrätin Stocker und VSS-Obmann Andergassen überreicht.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Ein kleines Jubiläum feierte die Auszeichnung zum Trainer und zur Trainerin des Jahres, sie wurde bereits zum zehnten Mal verliehen. Die Preisträger 2013 sind Hans Pircher vom Läuferclub Bozen und Manuela Ianesi vom SC Brixen.
Pircher ist ein „Evergreen“ in Südtirols Sportszene. Von seinen Schülern bereits in den 70er Jahren als „Schinder Hons“ betitelt, war Pircher auch als Konditionstrainer bei verschiedenen Eishockeymannschaften im Einsatz. Seine Leidenschaft gehörte aber immer der Leichtathletik. Selbst ehemals ein sehr guter Mittelstreckenläufer war Pircher Gründungsmitglied des LC Bozen und gemeinsam mit VSS-Obmann Günther Andergassen auch einer der Initiatoren des Bozner Silvesterlaufs. Christian Leuprecht, Julia Calliari oder Andreas Zagler sind nur einige der Schützlinge Pirchers.

Manuela Ianesi hingegen war eine der besten Triathletinnen Italiens. Für die Olympischen Spiele in Sydney war sie bereits nominiert, eine Verletzung verhinderte dann aber ihre Teilnahme. Die Leidenschaft mit der die Brixnerin ihren Sport betreibt, gibt sie als Trainerin auch an ihre Schützlinge weiter. Gut möglich, dass eine von Ianesis Athletinnen es ihr bald mit einer eigenen Olympiateilnahme danken.

Pircher und Ianesi treten die Nachfolge von Paul Dalsass und Barbara Kessler an. Alle Trainer des Jahres finden Sie übrigens unter www.vss.bz.it/projekte/trainer-trainerin-des-jahres

Einladung zur Mitgliederversammlung 2014

Mit 518 Mitgliedsvereinen und mehr als 84.500 Mitgliedern, ist der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) die größte Interessenvertretung Südtirols. Am Freitag, den 16. Mai 2014 findet im Hotel Sheraton in Bozen mit Beginn um 19:30 Uhr die 44. Mitgliederversammlung des VSS statt. Selbstverständlich sind auch Sie sehr herzlich dazu eingeladen.

 

Auf der Tagesordnung steht u.a. die traditionelle Rede von VSS-Obmann Günther Andergassen sowie die Auszeichnung „Trainer und Trainerin des Jahres 2013“. Höhepunkt der Mitgliederversammlung wird die Ehrung von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder für seine Verdienste rund um den Südtiroler Sport.

 

Der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) freut sich schon jetzt auf Ihr Kommen!

 

Die Einladung zum Download (PDF)


Mitgliederversammlung 2013

"Der Sport muss im Bildungssystem besser verankert werden"

 

Die Themen "Sport und Schule", ein Sportangebot für Alle und der Sport als Bindeglied der Gesellschaft: Das waren die Schwerpunktthemen auf der heutigen Mitgliederversammlung des VSS. Obmann Günther Andergassen ging dabei in die Offensive und sparte auch nicht mit Kritik. Der Verband der Sportvereine Südtirols ist mit rund 84.500 Mitgliedern die größte Interessensvertretung Südtirols.

 

Im europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger stellte der VSS seine Mitgliederversammlung unter das Motto "Sport verbindet". "Wenn nicht wir als große gesellschaftliche Bewegung mit unseren 516 Vereinen, 84.500 Mitgliedern und 12.000 Funktionären, wer soll dann verbinden", meinte Obmann Günther Andergassen an den vollbesetzten Saal im Hotel Sheraton gerichtet. Die EU-Kommission habe festgestellt, dass die Zeit, die dem Sport in Bildungseinrichtungen gewidmet wird, mit geringem Kostenaufwand im Rahmen der Lehrpläne und außerhalb erhöht werden kann. Die Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule sei für beide Seiten vorteilhaft, so Andergassen. "Das sehen auch wir als VSS so. Gerade deshalb bedauere ich es, dass Vertreter der Südtiroler Sportlehrer sich gegen eine solche Zusammenarbeit aussprechen. Wir haben nämlich schon mehrfach gezeigt, dass solche Kooperationen für beide Seiten fruchtbringend sind. Und auch die Aussagen des Schulamtsleiters, dass Musikschulen eine Sache seien, Sportvereine aber eine andere, ist wenig hilfreich", so Andergassen. "Wir wollen niemandem einen Platz weg nehmen. Wir verstehen uns als Partner der Schule und fordern mit Nachdruck mehr Platz für Bewegung und die Anerkennung von sportlicher Tätigkeit im Wahlpflichtbereich." Sport-Landesrat Luis Durnwalder schloss sich dieser Forderung an.

 

Die Sportvereine forderte Andergassen auf, Sport für Alle anzubieten, denn aktive Personen entlasten laut Welt-Gesundheitsorganisation WHO das Gesundheitssystem um jährlich 500 Euro. Wir wünschen uns deshalb, dass die Vereine nicht nur Talente fördern sondern dass das Sportangebot möglichst lange für alle zugänglich bleibt, denn im Sport zählen nicht nur die Medaillen."

 

Auch LH Durnwalder sieht die Förderung des Breitensports als eine der Kernaufgaben des VSS. Was die Forderung nach der Beibehaltung des Primariats der Sportmedizin im öffentlichen Gesundheitsdienst betrifft, versprach Durnwalder, dieser Forderung nachkommen zu wollen.

 

Der VSS-Obmann lobte die gute Zusammenarbeit mit Sport-Landesrat Luis Durnwalder und mit den Fachsportverbänden. Dieses Lob verknüpfte er mit dem Wunsch, dass das Ausbildungsprogramm des VSS auch bei den Fachverbänden anerkannt wird. Aus-und Weiterbildung werde nämlich weiterhin in Schwerpunkt der VSS-Tätigkeit sein. In seiner Rede blickte Andergassen auf ein umfangreiches Tätigkeitsprogramm im Jahr 2012 zurück. U.a. verwies er auf die Fachtagung für Seniorensport, die Förderung der Trendsportarten und die Ausbildungen zum Sportfunktionäre und zum Sportinstruktor.

 

Gastreferat von Alex Hermann

Der Geschäftsführer des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbandes, Alex Hermann, hielt ein Referat zum Thema "Führungsverantwortung im Zeichen neuer Herausforderungen". Der gesellschaftliche Wandel hat laut Hermann zur Folge, dass die Erwartungen an die Sportfunktionäre ständig steigen. Hermann schlägt deshalb vor, dass professionelle Sportmanager die im Verein ehrenamtlich Tätigen unterstützen sollten. Die Vereine forderte Hermann auf, Mut zum Tun, zum Gestalten und zum Entwickeln von kreativen Ideen zu haben um am Puls der Zeit zu bleiben.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Zum neunten Mal wurde heuer die Auszeichnung "Trainer & und Trainerin des Jahres" verliehen. Die Preisträger 2012 sind Paul Dalsass aus Bozen  und Barbara Kessler aus Meran. Dalsass ist Trainer beim SSV Leifers. Dalsass gilt als der erfolgreichste Schwimmtrainer Südtirols. Seine Athleten haben mehr als 50 Italienmeistertitel gewonnen. Sara Parise und Laura Letrari haben es sogar bis zu den Olympischen Spielen geschafft - als bislang einzige Schwimmer aus Südtirol. Barbara Kessler betreut ehrenamtlich mehr als 100 Kampfsportler beim SC Meran Yoseikan Budo. Ihre Athleten gewannen mehrfach Italienmeistertitel. Als Aktive war Kessler Vize-Europameisterin und Dritte bei der Weltmeisterschaft. Dalsass und Kessler treten die Nachfolge von Romed  Moroder und Claudia Nista an.

 

Die Broschüre zur VSS-Mitgliederversammlung 2013 als Download (PDF)

Rede VSS-Obmann Günther Andergassen als Download (PDF)

Rede LOSV-Geschäftsführer Alex Hermann als Download (PDF)

Einladung zur Mitgliederversammlung 2013

Die Mitgliederversammlung 2013 des VSS findet am Freitag, den 10. Mai 2013 um 19:30 Uhr im Konferenzsaal "Elena Walch" des Hotel "Four Points Sheraton" in Bozen statt. Zu dieser möchten wir alle Vereinsvertreter und Funktionäre recht herzlich einladen.

Traditionellerweise wird bei der Mitgliederversammlung ein Blick zurück auf das vergangene Sportjahr geworfen, ohne dabei auf das aktuelle zu vergessen. Die Vorschau auf das laufende Jahr lässt erkennen, dass 2013 ein aufgabenreiches Tätigkeitsjahr wird.

Besonders freuen dürfen Sie sich mit uns auf die Ehrung des Trainers und der Trainerin des Jahres, sowie auf den Vortrag von Alex Hermann, dem Geschäftsführer des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbandes (LOSV). Er bringt uns das spannende Thema „Die Verantwortung des Sportfunktionärs im Zeichen neuer Herausforderungen“ näher.


Partner der Mitgliederversammlung

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Die Vollversammlung kann in ordentlicher und außerordentlicher Sitzung zusammentreten und wird von der Verbandsleitung oder vom Präsidium einberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich mindestens 10 Tage vor Abhaltung derselben mit Bekanntgabe der Tagesordnung, des Datum und des Ortes. Sie wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus auf Verlangen von mindestens 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder, einberufen.

Die Vollversammlung setzt sich aus allen Präsidenten der Mitgliedsvereine zusammen. Im Verhinderungsfall kann sich ein Präsident mittels schriftlicher Vollmacht von einem demselben Verein angehörenden Ausschussmitglied oder von einem Präsidenten eines anderen Mitgliedsvereines vertreten lassen, wobei jeder stimmberechtigte Vertreter maximal drei andere Mitgliedsvereine vertreten darf.


Mitgliederversammlung 2018

48. Mitgliederversammlung des VSS: „Sport vereint Menschen“

Mit mehr als 86.000 Mitgliedern ist der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) die größte Interessenvertretung des Landes. Auf der 48. Mitgliederversammlung des Verbandes in Bozen zeigte sich, dass auch das Aufgabenfeld und die Anforderungen an den VSS umfangreich sind. Unter dem Motto „Sport vereint“ stehen 2018 zahlreiche Projekte und Initiativen im Mittelpunkt.

VSS-Obmann Günther Andergassen
Andergassen mit Landesrätin Martha Stocker
VSS-Ehrenmitgliedschaft für Helga Thaler Ausserhofer
Die Trainer des Jahres 2018

„Gemeinsam Sport treiben und dabei Zusammenhalt erleben, egal woher man kommt oder wer man ist, was gibt es Besseres?“ Mit dieser Fragestellung eröffnete VSS-Obmann Günther Andergassen die 48. Mitgliederversammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) am 18. Mai in Bozen, die ganz unter dem neuen Jahresmotto des VSS „Sport vereint“ stand. In der Tat nimmt der Sport einen wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft – und das von Kindesbeinen an. Umso erfreuter zeigte man sich beim VSS daher von der Aufstockung des Sportunterrichts an den Grund- und Mittelschulen. „Mehr Sport in den Pflichtschulen ist eine alte Forderung des VSS, der wir mit dem Pilotprojekt ‚Schule und Sportverein – Partner in Bewegung‘ Nachdruck verliehen haben“, erklärte Andergassen den rund 300 Sportfunktionären in Bozen. Damit habe der Verband einen wichtigen Anteil an der Aufstockung der Sportstunden.

 

Bereits in der Vergangenheit war der Verband der Sportvereine Südtirols Ideen- und Impulsgeber, sowie konkreter Unterstützer. „Als Beispiel mögen etwa die Gründung der Südtiroler Sporthilfe, die Realisierung des Hauses für Sport, die Weiterentwicklung der Sportautonomie oder die Errichtung der Sportoberschule Mals genannt werden“, so Andergassen. Der VSS will diese Rolle jedenfalls auch weiterhin ausfüllen, etwa mit der Initiative „Sport in Südtirol 2025“. Dabei wagt der VSS gemeinsam mit den Universitäten Bozen und Innsbruck sowie allen großen Akteuren im Sport einen Ausblick in die Zukunft des Sportlandes Südtirol. In dieser Zukunft soll laut dem Verband auch das Landessportzentrum realisiert werden. Einem virtuellen Zentrum kann man bei der größten Interessenvertretung des Landes nicht viel abgewinnen. „Wir brauchen ein Ausbildungs- und Landessportzentrum, das Synergien schafft und Kompetenzen bündelt und somit auch seinem Namen gerecht wird“, erläuterte VSS-Obmann Andergassen die Wünsche des Verbandes.

 

Konzentration auf Jugend- und Breitensport

Gratulationen gab es von Seiten des VSS einmal mehr an Südtirols erfolgreiche Profisportler, aber: „Bei allen nationalen und internationalen Erfolgen Südtiroler Sportler bleibt für uns die rege Teilnahme an den VSS-Jugendsportprogrammen die größte Genugtuung.“ Schließlich sei es der Jugend- und Breitensport, der den Sport auch für die Gesellschaft so wertvoll macht. „Daher wünsche ich mir, dass diese gemeinwohlorientierte Arbeit unserer Amateursportvereine eine höhere finanzielle Unterstützung erfährt“, verlieh Andergassen seiner Hoffnung Ausdruck. Neben der Förderung des Jugend- und Breitensports liegt dem VSS vor allem die vielseitige Sportausbildung junger Menschen am Herzen. „Bis zum Teenageralter sollten Kinder mehrere Sportarten kennenlernen, bevor sie sich auf eine Sportart spezialisieren. Südtirols Amateursportvereine können mit ihrem breitgefächerten Sportangebot den perfekten Nährboden dafür bieten“, nahm Andergassen auch die Mitgliedsvereine in die Pflicht. Studien belegen zudem, dass vielseitig ausgebildete Kinder eventuell vorhandene sportspezifische Lücken schnell schließen würden. Außerdem verringern sich das Verletzungsrisiko und die Gefahr, dass Kinder die Lust am Sport verlieren. „Kinder sollen in erster Linie Spaß an der Bewegung haben, geben wir Ihnen die Chance dazu“, appellierte der Obmann des VSS an die Sportfunktionäre. Landesrätin Martha Stocker betonte in ihren Grußworten wie wichtig der Sport für die Gesundheit ist. Gleichzeitig dankte sie dem VSS und den Sportvereinen für die gelebte Integration und Inklusion, die nirgends leichter gelinge als im Sport.

 

Begeisterte Nachwuchsfunktionäre gesucht

Um auch in Zukunft bestens qualifizierte Sportfunktionäre in den Amateursportvereinen zu haben, ist es unumgänglich junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Auch dieses Ziel hat sich der VSS für das kommende Arbeitsjahr mit dem Projekt „Ich bin dabei – Junges Ehrenamt“ gesteckt. Dabei sollen junge Menschen im Rahmen eines Workshops über möglichst optimale Rahmenbedingungen für ein freiwilliges Engagement nachdenken und Vorschläge für langfristige Engagementförderung im Sportverein erarbeiten. Auch in Zukunft werden Südtirols Sportfunktionäre vom breitgefächerten Aus- und Weiterbildungsangebots des VSS profitieren können. Eine Neuausschreibung des Lehrgangs für Sportinstruktoren wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung ebenso angekündigt wie eine gemeinsame Tagung mit dem Gemeindenverband am 20. Oktober. Bereits am 22. September sollen in Eppan, Kaltern und Tramin die sogenannten Euregio-Jugendspiele über die Bühne gehen. Nachwuchssportler aus dem Trentino sowie aus Nord- und Südtirol sollen dann im freundschaftlichen Wettkampf gegeneinander antreten.

 

Auszeichnungen an verdiente Personen

Der Verband der Sportvereine Südtirols nutzte seine 48. Mitgliederversammlung aber auch um Danke zu sagen. Zum einen an seinen Generalsponsor Raiffeisen und an die zahlreichen Netzwerkpartner. Zum anderen aber auch an Personen, die sich um den Sport im VSS und in Südtirol verdient gemacht haben. So wurde die ehemalige Senatorin Helga Thaler Ausserhofer mit der VSS-Ehrenmitgliedschaft bedacht. „Sie war während aber auch nach ihrer Funktion als Senatorin in Rom erste Ansprechpartnerin des VSS in sportpolitischen Fragen, kompetent und vorausschauend in der Sache, zuverlässig und leistungsorientiert im Handeln“, fand VSS-Obmann Günther Andergassen in der Laudatio passende Worte. Jeweils mit der VSS-Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden der ehemalige VSS-Volleyballreferent Hubert Atz, der ehemalige VSS-Rangglreferent Karl Amort und Karl Schuster, der seit 1979 als VSS-Fußball-Bezirksvertreter im Vinschgau die Fäden zieht. Großen Applaus gab es auch für ein Hilfsprojekt der „Südtiroler Ärzte für die Welt“. Der VSS und seine Mitgliedsvereine hatten ein Sportzentrum im äthiopischen Attat mit Sach- und Geldspenden unterstützt. Der Raiffeisenverband legte noch eine stolze Summe obendrauf, sodass Raiffeisenverband-Obmann Herbert Von Leon und VSS-Obmann Günther Andergassen letztlich 6.500 Euro an Toni Pizzecco, den Präsidenten der „Südtiroler Ärzte für die Welt“ übergeben konnten.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Zum bereits 14. Mal zeichnete der Verband der Sportvereine Südtirols im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Trainerin und den Trainer des Jahres aus. Die Preisträger 2017 sind Sieglinde Fink vom ASV Ritten Sport und Severin Unterholzner vom ASV Völlan. Sieglinde Fink widmet ihr Leben dem Sport. Ihre Palette der Trainertätigkeit reicht von jung bis alt, sie betreut 150 Kinder im Alter ab 4 Jahren bis zum Teenager-Alter und besticht vor allem durch ihre Fairness und ihren liebevollen Umgang. Beim ASV Ritten Sport haben ihre Turnerinnen und Tänzerinnen durchaus auch sportlichen Erfolg, im Zentrum steht bei ihr aber immer die gesunde Bewegung und die Liebe zum Sport. Auch Severin Unterholzner ist im positivsten Sinne des Wortes ein Sportverrückter. Seit 40 Jahren ist er Rodeltrainer beim ASV Völlan, war Jugendtrainer von Armin Zöggeler, David und Armin Mair oder Fabian Malleier. Junge Athleten zu suchen, für den Rodelsport zu begeistern, zu trainieren und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, das sind seine Antriebsfeder und seine Leidenschaft.

Einladung zur 48. VSS-Mitgliederversammlung


Mitgliederversammlung 2017

„Sportvereine sind wichtige gesellschaftliche Akteure unseres Landes“

VSS-Obmann Günther Andergassen
Ehrung Michael Walcher
Auszeichnung Trainer & Trainerin des Jahres

Südtirols Sportvereine tragen durch ihre Arbeit und ihre gelebten Werte zur hohen Lebens-qualität unseres Landes bei. Dementsprechend plädierte VSS-Obmann Günther Andergas-sen bei der 47. Mitgliederversammlung des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) am 12. Mai in Bozen um entsprechende Anerkennung von allen Seiten der Gesellschaft. Ver-längert wurde zudem das Projekt „Wert(e)volle Hilfe für Attat“.

 

„Sportvereine sind mehr als Trainings- und Wettkampfstätten. Sie sind tragende gesellschaftliche Kräfte, wichtige Akteure im Leben einer Gemeinde und eines Landes“, erklärte VSS-Obmann Günther Andergassen gleich zu Beginn seiner Rede in Bozen. Es seien schließlich die Vereine, die mit ihrem Sport- und Bewegungsangebot die Gemeinden zu Orten mit hoher Lebensqualität machten und somit in hohem Maße zum Gemeinwohl beitragen. „Gerade deshalb erwarten wir uns aber auch, dass der Stellenwert des Sport von allen Seiten entsprechend gewürdigt wird“, fordert Andergassen. Gerade deshalb stellt Südtirols mitgliederstärkste Interessenvertretung auch das Tätigkeitsjahr 2017 wieder unter das Motto „Sport ist wert(e)voll“.

 

Entscheidend dafür ist, dass der Sportverein sich vor allem im Kinder- und Jugendbereich nicht ausschließlich leistungs- und wettkampforientiert ausrichten darf. Andergassen zitierte in diesem Zusammenhang Senatorin Josefa Idem, die im März 2017 bei der von VSS und Südtiroler Gemeindenverband gemeinsam organisierten Tagung zur „Rolle der Gemeinden im Sport“ forderte: „Kinder- und Jugendsportförderung muss ein Nährboden sein und keine Zitronenpresse.“ Das große Ziel müsse es sein, dass so viele Menschen wie möglich Sport treiben und in Bewegung blieben. Gerade deshalb macht sich der VSS seit jeher für den Breitensport stark.

 

Großes Lob gab es einmal mehr für die unzähligen Ehrenamtlichen in Südtirols Amateursportvereinen. „Ohne euch und euer großes Engagement wären auch die internationalen Erfolge der Südtiroler Spitzensportler nicht möglich“, erklärte Armin Hölzl in seinen Grußworten. Der Direktor des Amts für Sport vertrat Landesrätin Martha Stocker, die aufgrund einer Landtagssitzung verhindert war. Eines hat sich auch 2016 wieder gezeigt: Die Herausforderungen für Sportvereine nehmen beständig zu. Gerade im steuerrechtlichen Bereich gebe es noch einigen Klärungsbedarf, wie die zuletzt ins Blickfeld geratenen Steuerkontrollen beim SSV Bozen oder dem SSV Bruneck gezeigt hätten. „Wir haben deshalb den Landeshauptmann darum ersucht, die Vereine konkret zu unterstützen und gleichzeitig klare Richtlinien zu erlassen, um Rechtssicherheit zu schaffen“, so VSS-Obmann Günther Andergassen.

 

Klärungsbedarf gibt es zudem auch nach mehreren Aufschüben noch immer im Bereich der umstrittenen Defibrillatorenpflicht für Amateursportvereine. Dank des Einsatzes der Senatoren Josefa Idem und Hans Berger soll in einigen Punkten bald Klarheit herrschen. Verbesserungspotential sieht Obmann Andergassen zudem im Bereich Schule und Sport: „Ich hätte mir erwartet, das die Anerkennung der sportlichen Tätigkeit unserer Kinder und Jugendlichen im Sportverein durch die Schulen im Wahlpflichtfach ohne großen bürokratischen Aufwand klappt.“

 

Im Rahmen des Mottos „Sport ist wert(e)voll“ unterstützt der VSS gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen auch ein Projekt der Südtiroler Ärzte für die Welt im äthiopischen Attat. „Wir haben von den Sportvereinen sehr viele Sachspenden erhalten, dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, freute sich Projektleiterin Monika Gross. Jochen Schenk konnte sich vor Ort ein Bild machen und berichtete über die Fortschritte. Für VSS-Obmannstellvertreter Michael Pichler war klar: „Wir werden dieses Projekt für ein weiteres Jahr fortführen und bedanken uns dabei auch bei unserem Generalsponsor Raiffeisen für die große Unterstützung“. Großen Applaus gab es bei der 47. VSS-Mitgliederversammlung außerdem für Michael Walcher. Der Eppaner führte von 2003 bis 2016 das VSS-Referat Fußball und wurde dafür mit der VSS-Ehrenurkunde entsprechend ausgezeichnet.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Zum bereits 13. Mal zeichnete der Verband der Sportvereine Südtirols im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Trainerin und den Trainer des Jahres aus. Die Preisträger 2016 sind Carmen Niederkofler vom SSV Brixen und Volker Müller vom SC Meran.

Carmen Niederkofler kann trotz ihres jungen Alters bereits auf eine 15-jährige Karriere als Trainerin im Tanzbereich zurückblicken. Heute tanzen 220 Mädchen und 2 Jungs nach ihrer Pfeife beim SSV Brixen, bei dem sie im Jahre 2014 die Sektion Tanzen gegründet hat. Seit 2007 betreut sie zudem Tänzer und Tänzerinnen mit besonderen Bedürfnissen.

Volker Müller ist hingegen ein „alter Hase“ im Sport. Der 1951 geborene Deutsche kam nach dem Fall des eisernen Vorhangs im Jahr 1990 als Schwimmtrainer nach Südtirol. Aus einem eigentlich geplanten Kurzengagement wurde ein Stück Südtiroler Sportgeschichte. Seit mittlerweile 26 Jahren ist er Cheftrainer der Sektion Schwimmen im SC Meran und sammelte in dieser Zeit VSS-Landesmeistertitel am laufenden Band.

Niederkofler und Müller treten die Nachfolge von Ruth Mayr und Karlheinz Goller an.

Einladung zur 47. VSS-Mitgliederversammlung


Mitgliederversammlung 2016

„Wertvolle Tätigkeit der Sportvereine anerkennen“

VSS-Obmann Günther Andergassen
Landesrätin Martha Stocker
Referent Martin M. Lintner
Auszeichnung Trainer & Trainerin des Jahres

Sport und Bewegung sind wertvoll für die gesamte Gesellschaft. Dementsprechend forderte VSS-Obmann Günther Andergassen bei der Mitgliederversammlung des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) am 6. Mai in Bozen eine entsprechende Anerkennung von Seiten der Politik. Mit dem Jahresmotto „Sport ist wert(e)voll“ will der Verband die wichtige Arbeit der Sportvereine ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen.

 

Der Sport besitzt einen besonderen Stellenwert in der Gesellschaft. Nicht zuletzt dank der unermüdlichen und wertvollen Arbeit der Südtiroler Amateursportvereine gehören Südtirols Kinder und Jugendliche zu den gesündesten und aktivsten im nationalen und internationalen Vergleich. Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) belegten dies letzthin eindrucksvoll. Gerade deshalb forderte VSS-Obmann Günther Andergassen auf der 46. Mitgliederversammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) eine entsprechende Anerkennung und eine noch stärkere Förderung von Seiten der Politik. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die großartigen nationalen und internationalen Erfolge der Südtiroler Sportler erst durch die alles entscheidende Basisarbeit der Amateursportvereine ermöglicht wird“, hob Andergassen einmal mehr den Stellenwert des Breitensports hervor.

 

Überhaupt waren es die Werte, die im Zentrum der Mitgliederversammlung von Südtirols größter Interessenvertretung standen. „Das wertvolle in Südtirols Sport, das sind Sie, die Funktionäre des Sport“, fand etwa Landesrätin Martha Stocker in ihren Grußworten. Passend zum VSS-Jahresmotto „Sport ist wert(e)voll“ referierte der Moraltheologe Prof. Dr. Martin M. Lintner über die Rolle des Sports bei der Vermittlung von Werten. Der Provinzial der Tiroler Servitenprovinz betonte dabei einmal mehr die Bedeutung von grundlegenden Werten wie Fairness, Ehrlichkeit und Respekt für die gesamte Gesellschaft. Gerade der Sport schaffe es, diese Werte erfolgreich zu transportieren. „Außerdem tragen Sport und Bewegung zu einer gesundheitlichen Entwicklung bei“, ergänzte VSS-Obmann Günther Andergassen. Gerade deshalb wolle der VSS vor allem möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Sport und die Bewegung begeistern. Vorgestellt wurde außerdem ein Projekt in Zusammenarbeit mit den „Südtiroler Ärzten für die Welt“. Gemeinsam sollen Kinder in Äthiopien unterstützt werden.

 

Eines hat sich zudem auch 2015 wieder eindrücklich gezeigt: Die Herausforderungen für die Sportvereine nehmen beständig zu. Neben der Defibrillatorenpflicht, die mit 20. Juli 2016 in Kraft trifft, gilt es für die ehrenamtlichen Funktionäre zusätzlich zahlreiche bürokratische und steuerrechtliche Probleme und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dementsprechend stark wurde im Vorjahr der von der VSS-Geschäftsstelle angebotene Servicedienst in Anspruch genommen. „Gemeinsam mit dem Weißen Kreuz konnten wir beispielsweise bereits über 1.700 Personen im Umgang mit Defibrillatoren ausbilden“, verriet Andergassen im Rahmen der Mitgliederversammlung. Dennoch gibt es gerade bei der Defibrillatorenpflicht noch offene Punkte, die geklärt werden müssen. Darauf werde der VSS auch in Zukunft pochen.

 

Besorgt zeigte sich VSS-Obmann Günther Andergassen in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein: „Obwohl im Bildungsgesetz der Sport ausdrücklich genannt ist, wurde dennoch eine Akkreditierung der Sportvereine verfügt.“ Selbst wenn diese gewährt wird, gibt es keine Garantie, dass die Schulen den Sportverein tatsächlich anerkennen. Andergassen fordert daher einen Abbau der Bürokratie und die Entwicklung eines sinnvollen Schulorganisationsmodells. „Nur so kann das angestrebte Ziel, nämlich eine Entlastung der Schüler, erreicht werden“, so der VSS-Obmann. Positive Beispiele wie das Projekt „Schule und Sportverein – Partner in Bewegung“ gibt es bereits jetzt. Dafür brauche es aber den Willen aller Beteiligten und einen ständigen Dialog auf Augenhöhe.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Apropos Trainer: Zum bereits zwölften Mal zeichnete der Verband der Sportvereine Südtirols im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die Trainerin und den Trainer des Jahres aus. Die Preisträger 2015 sind Ruth Mayr vom SSV Bruneck und Karlheinz Goller vom SC Gröden.

 

Mayr gehört zu den bekanntesten Leichtathletinnen des Landes. Auch nach ihrer aktiven Zeit ist die Mutter dreier Kinder ihrer Sportart treu geblieben. Die Sportlehrerin führte als Trainerin des SSV Bruneck zahlreiche Athleten zu Italienmeisterschaften und zu internationalen Wettkämpfen. Der größte Erfolg im letzten Jahr war der Sieg von Thomas Schifferegger bei den Jugend-Italienmeisterschaften im Weitsprung.

 

Karlheinz Goller hat sich hingegen im Skisport längst einen Namen gemacht. Der staatlich geprüfte Skilehrer ist außerdem Erfolgstrainer beim SC Gröden. Zahlreiche seiner Athleten, unten ihnen etwa Abfahrts-Ass Verena Stuffer, schafften es bis in den Weltcup. Aktuell trainieren mit Nicol und Nadia Delago zwei der größten Südtiroler Skitalente unter Goller.

Einladung zur 46. VSS-Mitgliederversammlung


Mitgliederversammlung 2015

Andergassen und Pichler bleiben an der Spitze des VSS

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Der teilnehmerstärkste Verband Südtirols setzt auf Kontinuität. Auf der 45. Mitgliederver-sammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) wurde Obmann Günther Andergassen genauso für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Michael „Much“ Pichler. Beide fordern eine angemessene Unterstützung des Sports auf breiter Ebene. Handlungsbedarf gebe es vor allem noch im Gesundheitssektor.

 

Andergassen und Pichler wurden im voll besetzten Elena-Wach-Saal des Hotels Sheraton in Bozen per Akklamation im Amt bestätigt. Die beiden, die seit 1999 an der Spitze des VSS stehen, wurden für weitere vier Jahre gewählt. Bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung wurden bei den Bezirkswahlen mit Ivan Bott (Überetsch/Unterland), Paul Romen (Bozen), Thomas Ladurner (Burggrafenamt), Josef Platter (Vinschgau), Sigurth Wachtler (Eisacktal), Willy Marinoni (Pustertal), Oskar Insam (Gröden) und Richard Nagler (Gadertal) alle acht Bezirksvertreter wiedergewählt.

 

Auch inhaltlich setzt man bei Südtirols teilnehmerstärkster Interessenvertretung – 521 Vereine mit rund 85.500 Mitgliedern sind dem VSS angeschlossen – auf Kontinuität. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen Freude am Sport vermitteln und so auch weiterhin die richtige Antwort auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, auf die Gesundheitsvorsorge, Integration und Inklu-sion geben“, so Obmann Andergassen. Dafür benötige der Sport aber eine angemessene Unter-stützung auf breiter Ebene.

 

Positive Signale von Seiten der Landespolitik erkannte Andergassen allemal. „Mit der Verankerung des Sports im neuen Bildungsgesetz und dem Ankauf der semiautomatischen Defibrillatoren über den Gemeindenverband konnten wir im Jahr 2014 auch dank Landesrätin Martha Stocker und Landesrat Philipp Achammer bereits einiges bewegen“, erklärte Andergassen. Nun sei es aber an der Zeit, diesen positiven Geist fortzuschreiben und auf weitere Themengebiete, gerade im Ge-sundheitssektor auszuweiten. „Im Bereich der Defibrillatorenpflicht gibt es sicher noch Handlungs-bedarf“, so Andergassen. Er forderte eine zeitlich unbeschränkte Gültigkeit für BLSD-Kurse und die Abschaffung der Defibrillatorenpflicht beim Training im Jugendbereich und bekam dabei Zustimmung von Landesrätin Martha Stocker. „Wir haben bereits einige Erleichterungen erreicht und werden auch in Zukunft noch einiges schaffen“, so die Landesrätin.

 

Kritisch sieht der Verband der Sportvereine nach wie vor den Vorschlag einer globalen Pflichtver-sicherung. „Wir sprechen uns klar gegen eine solche Pflichtversicherung für den Freizeitsport, also für den Sport im Allgemeinen aus“, lautete der Tenor auf der 45. Mitgliederversammlung des Ver-bandes. „Sport ist das beste Medikament und darf nicht zu einem Risiko abgestempelt werden“, hielt Obmann Günther Andergassen in seiner Rede fest. Deshalb gelte es vielmehr die Kooperation von Sportvereinen mit den Gesundheitsdiensten zu fördern und den sportmedizinischen Dienst in Kombination mit anderen Fachdiensten zu einem Gesundheitszentrum weiterzuentwickeln.

 

Großes Lob gab es einmal mehr für die Mitgliedsvereine. „Wenn man sieht, welche enorme Leis-tung die Südtiroler Sportvereine mit Unterstützung von Sponsoren, sowie durch eigene Initiativen und ehrenamtlich Arbeit erbringen, kann man zurecht stolz sein“, so Andergassen. Dass Südtirol im internationalen Sportbereich so gut dastehe, verdanke man vor allem der Jugend- und Basisarbeit in den Vereinen, aber auch in den Jugendförderprogrammen des VSS. Gleichzeitig vergaß er aber nicht anzumerken, dass lediglich 4,8 Prozent der errechneten Ausgaben der Südtiroler Sportvereine über Landesbeiträge finanziert werden.

 

Trainer und Trainerin des Jahres

Bereits zum elften Mal wurden im Rahmen der VSS-Mitgliederversammlung zudem die Auszeich-nung zur Trainerin und zum Trainer des Jahres vergeben. Die Preisträger 2014 sind Sabrina Da Col und Paul Forrer. Da Col arbeitet als Schwimmtrainerin für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung beim SSV Brixen. Die Gadertalerin zeichnet sich durch großes Einfühlungsvermögen aus und hat mit Kathrin Oberhauser und Marco Scardoni zwei Schwimmer an Italiens Spitze gebracht. Forrer ist untrennbar mit der Sektion Volleyball des ASV Partschins verbunden. Der 53-jährige übernahm die Sektion vor 28 Jahren und begeisterte von Anfang an mit seinem Enthusiasmus. Die Zahl der Athleten stieg von 25 auf 80 und wie die Zahl der Mannschaften stieg auch die Zahl der Erfolge. Titel um Titel folgten, die bisher letzten in der Saison 2013/2014 mit den VSS-Landesmeistertiteln in den Kategorien U10 und U20.

 

Ehrungen und Auszeichnungen

Einmal mehr wurde die Mitgliederversammlung des VSS als Bühne für Ehrungen und Auszeich-nungen genutzt. So wurde die Grande Dame des Südtiroler Tischtennissports, Edith Santifaller, für ihre großen Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft im VSS geehrt. Auszeichnungen und großen Dank gab es außerdem für die ehemaligen VSS-Sportreferenten Sieglinde Romen, Claudia Dariz und Andreas Gerstgrasser.

 

Wahl der Revisoren und des Schiedsgerichtes

Bei der Wahl der Revisoren wurden Roland Pichler, Andreas Jud und Richard Moser als effektive Mitglieder bestätigt. Ersatzmitglieder sind Walter Rainer und Hans Tock. Bei der Wahl des Schiedsgerichts erhielt Walter Außerhofer die meisten Stimmen und ist ebenso effektives Mitglied wie Sepp Hölzl und Peter Leiter. Ersatzmitglieder sind Georg Wielander und Thomas Tiefenbrunner.

 

Downloads:

Die Rede von Günther Andergassen zur 45. Mitgliederversammlung als Download (PDF)

Die Broschüre zur 45. Mitgliederversammlung als Download (PDF)

Einladung zur Mitgliederversammlung 2015 (PDF)


Mitgliederversammlung 2014

„Der Stellenwert des Sports muss entsprechend gewürdigt werden“

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Defibrillatorenpflicht, Direktvergabe von Sporteinrichtungen, zahlreiche Kooperationen mit Verbänden und Organisationen: Es war ein ereignisreiches Tätigkeitsjahr auf das Obmann Günther Andergassen bei der 44. Mitgliederversammlung des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) zurückblicken konnte. Das Jahr 2014 steht unter dem Motto „Fair Play“.

 

Ein Thema brannte VSS-Obmann Günther Andergassen dabei besonders unter den Nägeln: „Der gesellschaftliche Stellenwert des Sports muss von der Politik entsprechend gewürdigt werden.“ Bereits im Regierungsprogramm kam der Sport nur in Klammern vor. Im Haushalt des Landes für das Jahr 2014 setzt sich diese Haltung offensichtlich fort, ein Minus von 25 Prozent für die ordentliche Tätigkeit ist ein deutliches Indiz dafür. „Ich glaube, dass sich die tausenden Ehrenamtlichen in den Sportvereinen mehr Wertschätzung und Unterstützung von Seiten der Politik verdient haben“, stellte Andergassen klar. Gleichzeitig hob der Obmann der größten Interessenvertretung Südtirols aber auch hervor, dass Landesrätin Martha Stocker eine verlässliche Ansprechpartnerin für den Südtiroler Sport sei. Dasselbe galt in den Jahren zuvor selbstverständlich auch für Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder, dem Andergassen ausführlich für die Leistungen rund um den Südtiroler Sport dankte. „Ich kann nicht in die Fußstapfen von Durnwalder treten“, erklärte Landesrätin Martha Stocker in ihrer Ansprache: „Aber gemeinsam mit den Sportvereinen schaffen wir das.“Eines hat sich auch 2013 wieder eindrücklich gezeigt: Die Herausforderungen für die Sportvereine nehmen beständig zu. Von der Defibrillatorenpflicht über den Jugendschutz und die Arbeitssicherheit bis hin zu steuerrechtlichen Themen hat sich der Einsatzbereich der Sportvereine in den letzten Jahren stark erweitert. Dementsprechend stark wurde im Vorjahr der von der VSS-Geschäftsstelle angebotene Servicedienst angenommen. Auch die zahlreichen Aus- und Weiterbildungsangebote waren äußerst erfolgreich. „Der VSS ist hier Vorbild, wir müssen diese Herausforderungen gemeinsam angehen“, weiß auch die Landesrätin.


Aus sportlicher Sicht hob Günther Andergassen einmal mehr die Förderung des Breitensports hervor: „Die primäre Aufgabe des Sportvereins ist die Breitenarbeit. Sie endet nicht bei den 12- und 13-Jährigen und auch nicht mit der Auswahl der vermeintlich Besten.“ Landesrätin Stocker schlug in dieselbe Kerbe: „Der heutige sportliche Erfolg ist erst durch die großartige Vorarbeit des VSS und seiner Mitgliedsvereine möglich.“ Passend dazu präsentierte Andergassen die Initiative „Fair Play“. Damit will der VSS nicht nur die Sportler für faires Verhalten gewinnen. Vielmehr sollen die Eltern, Zuschauer, Trainer und Betreuer angesprochen werden. Sie sollen die jungen Sportler mit Spaß spielen lassen und den allzu oft vorherrschenden Leistungsdruck zurückschrauben. „Zufriedene Kinder und Jugendliche und nicht so sehr die perfekten Kinder und Jugendlichen müssen unser Ziel sein“, forderte Andergassen.

 

Ehrung für verdiente Sportmediziner

Der Dienst für Sportmedizin gehört zu den wichtigen Partnern des Südtiroler Sports. Im Vorjahr gab es einige signifikante Änderungen. Neben dem Umzug in die Bozner Marienklinik gab es auch auf der Führungsebene einen Wechsel. Stefan Resnyak folgte auf Sandra Frizzera, die genauso in den verdienten Ruhestand ging wie der Meraner Sportarzt Max Regele, der seit 1983 die Sportmedizin in Südtirol aufbaute und prägte. Für ihre großen Verdienste rund um die Sportmedizin und um den Sport in Südtirol erhielten sowohl Sandra Frizzera als auch Max Regele die VSS-Ehrenurkunde aus den Händen von Landesrätin Stocker und VSS-Obmann Andergassen überreicht.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Ein kleines Jubiläum feierte die Auszeichnung zum Trainer und zur Trainerin des Jahres, sie wurde bereits zum zehnten Mal verliehen. Die Preisträger 2013 sind Hans Pircher vom Läuferclub Bozen und Manuela Ianesi vom SC Brixen.
Pircher ist ein „Evergreen“ in Südtirols Sportszene. Von seinen Schülern bereits in den 70er Jahren als „Schinder Hons“ betitelt, war Pircher auch als Konditionstrainer bei verschiedenen Eishockeymannschaften im Einsatz. Seine Leidenschaft gehörte aber immer der Leichtathletik. Selbst ehemals ein sehr guter Mittelstreckenläufer war Pircher Gründungsmitglied des LC Bozen und gemeinsam mit VSS-Obmann Günther Andergassen auch einer der Initiatoren des Bozner Silvesterlaufs. Christian Leuprecht, Julia Calliari oder Andreas Zagler sind nur einige der Schützlinge Pirchers.

Manuela Ianesi hingegen war eine der besten Triathletinnen Italiens. Für die Olympischen Spiele in Sydney war sie bereits nominiert, eine Verletzung verhinderte dann aber ihre Teilnahme. Die Leidenschaft mit der die Brixnerin ihren Sport betreibt, gibt sie als Trainerin auch an ihre Schützlinge weiter. Gut möglich, dass eine von Ianesis Athletinnen es ihr bald mit einer eigenen Olympiateilnahme danken.

Pircher und Ianesi treten die Nachfolge von Paul Dalsass und Barbara Kessler an. Alle Trainer des Jahres finden Sie übrigens unter www.vss.bz.it/projekte/trainer-trainerin-des-jahres

Einladung zur Mitgliederversammlung 2014

Mit 518 Mitgliedsvereinen und mehr als 84.500 Mitgliedern, ist der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) die größte Interessenvertretung Südtirols. Am Freitag, den 16. Mai 2014 findet im Hotel Sheraton in Bozen mit Beginn um 19:30 Uhr die 44. Mitgliederversammlung des VSS statt. Selbstverständlich sind auch Sie sehr herzlich dazu eingeladen.

 

Auf der Tagesordnung steht u.a. die traditionelle Rede von VSS-Obmann Günther Andergassen sowie die Auszeichnung „Trainer und Trainerin des Jahres 2013“. Höhepunkt der Mitgliederversammlung wird die Ehrung von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder für seine Verdienste rund um den Südtiroler Sport.

 

Der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) freut sich schon jetzt auf Ihr Kommen!

 

Die Einladung zum Download (PDF)


Mitgliederversammlung 2013

"Der Sport muss im Bildungssystem besser verankert werden"

 

Die Themen "Sport und Schule", ein Sportangebot für Alle und der Sport als Bindeglied der Gesellschaft: Das waren die Schwerpunktthemen auf der heutigen Mitgliederversammlung des VSS. Obmann Günther Andergassen ging dabei in die Offensive und sparte auch nicht mit Kritik. Der Verband der Sportvereine Südtirols ist mit rund 84.500 Mitgliedern die größte Interessensvertretung Südtirols.

 

Im europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger stellte der VSS seine Mitgliederversammlung unter das Motto "Sport verbindet". "Wenn nicht wir als große gesellschaftliche Bewegung mit unseren 516 Vereinen, 84.500 Mitgliedern und 12.000 Funktionären, wer soll dann verbinden", meinte Obmann Günther Andergassen an den vollbesetzten Saal im Hotel Sheraton gerichtet. Die EU-Kommission habe festgestellt, dass die Zeit, die dem Sport in Bildungseinrichtungen gewidmet wird, mit geringem Kostenaufwand im Rahmen der Lehrpläne und außerhalb erhöht werden kann. Die Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule sei für beide Seiten vorteilhaft, so Andergassen. "Das sehen auch wir als VSS so. Gerade deshalb bedauere ich es, dass Vertreter der Südtiroler Sportlehrer sich gegen eine solche Zusammenarbeit aussprechen. Wir haben nämlich schon mehrfach gezeigt, dass solche Kooperationen für beide Seiten fruchtbringend sind. Und auch die Aussagen des Schulamtsleiters, dass Musikschulen eine Sache seien, Sportvereine aber eine andere, ist wenig hilfreich", so Andergassen. "Wir wollen niemandem einen Platz weg nehmen. Wir verstehen uns als Partner der Schule und fordern mit Nachdruck mehr Platz für Bewegung und die Anerkennung von sportlicher Tätigkeit im Wahlpflichtbereich." Sport-Landesrat Luis Durnwalder schloss sich dieser Forderung an.

 

Die Sportvereine forderte Andergassen auf, Sport für Alle anzubieten, denn aktive Personen entlasten laut Welt-Gesundheitsorganisation WHO das Gesundheitssystem um jährlich 500 Euro. Wir wünschen uns deshalb, dass die Vereine nicht nur Talente fördern sondern dass das Sportangebot möglichst lange für alle zugänglich bleibt, denn im Sport zählen nicht nur die Medaillen."

 

Auch LH Durnwalder sieht die Förderung des Breitensports als eine der Kernaufgaben des VSS. Was die Forderung nach der Beibehaltung des Primariats der Sportmedizin im öffentlichen Gesundheitsdienst betrifft, versprach Durnwalder, dieser Forderung nachkommen zu wollen.

 

Der VSS-Obmann lobte die gute Zusammenarbeit mit Sport-Landesrat Luis Durnwalder und mit den Fachsportverbänden. Dieses Lob verknüpfte er mit dem Wunsch, dass das Ausbildungsprogramm des VSS auch bei den Fachverbänden anerkannt wird. Aus-und Weiterbildung werde nämlich weiterhin in Schwerpunkt der VSS-Tätigkeit sein. In seiner Rede blickte Andergassen auf ein umfangreiches Tätigkeitsprogramm im Jahr 2012 zurück. U.a. verwies er auf die Fachtagung für Seniorensport, die Förderung der Trendsportarten und die Ausbildungen zum Sportfunktionäre und zum Sportinstruktor.

 

Gastreferat von Alex Hermann

Der Geschäftsführer des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbandes, Alex Hermann, hielt ein Referat zum Thema "Führungsverantwortung im Zeichen neuer Herausforderungen". Der gesellschaftliche Wandel hat laut Hermann zur Folge, dass die Erwartungen an die Sportfunktionäre ständig steigen. Hermann schlägt deshalb vor, dass professionelle Sportmanager die im Verein ehrenamtlich Tätigen unterstützen sollten. Die Vereine forderte Hermann auf, Mut zum Tun, zum Gestalten und zum Entwickeln von kreativen Ideen zu haben um am Puls der Zeit zu bleiben.

 

Trainer & Trainerin des Jahres

Zum neunten Mal wurde heuer die Auszeichnung "Trainer & und Trainerin des Jahres" verliehen. Die Preisträger 2012 sind Paul Dalsass aus Bozen  und Barbara Kessler aus Meran. Dalsass ist Trainer beim SSV Leifers. Dalsass gilt als der erfolgreichste Schwimmtrainer Südtirols. Seine Athleten haben mehr als 50 Italienmeistertitel gewonnen. Sara Parise und Laura Letrari haben es sogar bis zu den Olympischen Spielen geschafft - als bislang einzige Schwimmer aus Südtirol. Barbara Kessler betreut ehrenamtlich mehr als 100 Kampfsportler beim SC Meran Yoseikan Budo. Ihre Athleten gewannen mehrfach Italienmeistertitel. Als Aktive war Kessler Vize-Europameisterin und Dritte bei der Weltmeisterschaft. Dalsass und Kessler treten die Nachfolge von Romed  Moroder und Claudia Nista an.

 

Die Broschüre zur VSS-Mitgliederversammlung 2013 als Download (PDF)

Rede VSS-Obmann Günther Andergassen als Download (PDF)

Rede LOSV-Geschäftsführer Alex Hermann als Download (PDF)

Einladung zur Mitgliederversammlung 2013

Die Mitgliederversammlung 2013 des VSS findet am Freitag, den 10. Mai 2013 um 19:30 Uhr im Konferenzsaal "Elena Walch" des Hotel "Four Points Sheraton" in Bozen statt. Zu dieser möchten wir alle Vereinsvertreter und Funktionäre recht herzlich einladen.

Traditionellerweise wird bei der Mitgliederversammlung ein Blick zurück auf das vergangene Sportjahr geworfen, ohne dabei auf das aktuelle zu vergessen. Die Vorschau auf das laufende Jahr lässt erkennen, dass 2013 ein aufgabenreiches Tätigkeitsjahr wird.

Besonders freuen dürfen Sie sich mit uns auf die Ehrung des Trainers und der Trainerin des Jahres, sowie auf den Vortrag von Alex Hermann, dem Geschäftsführer des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbandes (LOSV). Er bringt uns das spannende Thema „Die Verantwortung des Sportfunktionärs im Zeichen neuer Herausforderungen“ näher.


Partner der Mitgliederversammlung

Verband der Sportvereine Südtirols - Brennerstraße 9 - 39100 Bozen - Tel. 0471 974 378 - Str.-Nr. 80022790218